„Climate is changing – why aren‘t we?“

Greta Thunberg in Hamburg

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„Das Klima ändert sich, warum nicht wir?“ Das war nur eine der zahlreichen Botschaften auf den Schildern der über 4000 Kinder und Jugendlichen, die am Freitag gemeinsam mit der 16-jährigen schwedischen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg durch die Hamburger Innenstadt zogen und lautstark für schnelleres und effektives Handeln der Politik eintraten. Auch Schülerinnen und Schüler aus Niendorf waren beim  Klimastreik dabei und erzählen dem Wochenblatt warum.             Foto: privat

 

Meine Meinung

Finn, 17 Jahre
„Wir sind an einem klimahistorischen Wendepunkt angelangt, an dem wir unser Handeln konsequent überdenken müssen. So wie bisher geht es nicht weiter. Wenn die älteren Generationen nicht das Nötige tun um den Klimawandel zu stoppen, sind wir als jüngere Generation gezwungen, uns zu Wort zu melden. Auch wenn die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens nicht leicht umzusetzen ist, gibt es hier kein ‚zu schwer‘, das ist einfach ein ‚Muss‘. Natürlich ist das was wir machen theoretisch Schule “schwänzen“, aber gerade dieser Regelbruch stellt für uns den effektivsten Weg dar, Aufmerksamkeit bei den Politikern zu gewinnen. Jeden Freitag kann ich nicht demonstrieren, schließlich muss ich den verpassten Schulstoff am Wochenende nachholen, aber bei den weltweiten Klimastreiks am 15. März bin ich wieder mit dabei.“ Foto: ap

 

Tom, 16 Jahre
„Die Klimaproblematik betrifft uns alle und sollte daher viel stärker thematisiert werden. Deshalb war ich demonstrieren. Cool war auch Greta Thunberg, von der man ja immer so viel hört, persönlich demonstrieren sehen zu können. Wenn es heißt, dass wir Schule geschwänzt haben entgegne ich, man muss halt Prioritäten setzen. Außerdem demonstrieren Erwerbstätige doch auch nicht in ihrer Freizeit um die Vorgesetzten unter Druck zu setzen. Letzten Freitag hat mich überrascht, wie breit gefächert die Menge war. Direkt neben uns lief zum Beispiel eine ganze Grundschulklasse mit vielen, bunten Plakaten, die haben lautstark mit geschrien. Ich gehe auf jeden Fall wieder demonstrieren, aber das Schule- ausfallen-lassen darf nicht zur Regelmässigkeit werden.“     Foto: privat

 

Mieke, 17 Jahre
„Als ich von der Demo und ihrem prominenten Besuch gehört habe, fand ich das Ganze echt interessant und habe mich über ‚Fridays For Future‘ informiert. Klar ist das Schule schwänzen, aber man muss nun mal abwägen, was in dem Moment wichtiger ist. Ein Tag Schule oder politisches Engagement für einen der größten Krisenherde dieses Planeten. Nachträglich bin ich echt beeindruckt, wie geregelt und friedlich die Demo ablief. Alle waren gut drauf, es lief Musik und jeder hat sich an die Regeln gehalten. Ich persönlich gehe nach dem vergangenen Freitag aber nicht mehr demonstrieren, da wir für jeden Freitag, den wir auf den Straßen sind, Fehlstunden in Kauf nehmen müssen. Es gibt auch andere Wege sich für das Klima stark zu machen.“                Foto: privat

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