Baumersatz Der Niendorfer Familienvater S. ärgert sich, weil auf dem Gelände vom neuen Mehrfamilienhaus im Johannkamp 1, Ecke Paul-Sorge-Straße immer noch die großkronigen Ersatzbäume fehlen Foto: ngo

Baumersatz Der Niendorfer Familienvater S. ärgert sich, weil auf dem Gelände vom neuen Mehrfamilienhaus im Johannkamp 1, Ecke Paul-Sorge-Straße immer noch die großkronigen Ersatzbäume fehlen Foto: ngo

Wann kommen neue Bäume?

Ersatzpflanzungen für Fällungen am Johannkamp stehen seit Monaten aus

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Für den Bau von Eigentumswohnungen im Johannkamp wurden 2015 mehrere Bäume per Ausnahmegenehmigung gefällt. Die Ersatzpflanzungen stehen bis heute aus. Auch baubedingte Schäden am Gehweg sind immer noch vorhanden.

 

Immer wenn Familienvater S. an den neuen Eigentumswohnungen im Johannkamp 1 vorbeigeht, fragt sich der 46-Jährige wann endlich die Ersatzbäume gepflanzt werden und der Gehweg instand gesetzt wird. Der Niendorfer, der seit 40 Jahren im Stadtteil lebt, ist verärgert, weil sich der einstige Bauherr offenbar nicht an die Auflagen hält.

Im Januar 2015 hatte das Bezirksamt Eimsbüttel wegen Abriss und Neubau von elf  Wohneinheiten eine Ausnahmegenehmigung für das Fällen von sechs Bäumen erteilt. „Nach Ende der Bauarbeiten sollten drei großkronige Bäume als Ersatz gepflanzt und Gehwegschäden, die während der Bauphase entstehen, beseitigt werden,“ sagt Herr S. Das habe ihm Anfang 2015 auch das zuständige Fachamt am Telefon bestätigt. Im August 2017 hat der Familienvater, der unweit vom Neubau wohnt, im Bezirksamt nachgefragt. Laut einer Antwort per Mail habe das Fachamt den „Eigentümer schriftlich aufgefordert zeitnah ab Okt. 2017 die Bäume zu pflanzen“. Passiert ist aber nichts.

Ein Jahr später, auf erneute Nachfragen beim Bezirksamt, wurde Herrn S. Ende 2018 mitgeteilt, dass die Akte bereits geschlossen sei. „Nachpflanzungen können ja auch an einem anderen Standort erfolgen,“ so der Niendorfer, doch auch bei dieser Frage habe er bislang keine Antwort von der zuständigen Behörde erhalten.

„Auflagen aus Bescheiden müssen erfüllt werden. Das heißt, dass die Bäume gepflanzt und der Gehweg instand gesetzt werden muss,“ bestätigt nun Bezirksamtssprecher Kay Becker auf Wochenblatt-Nachfrage. Eine Kontrolle erfolge grundsätzlich stichprobenartig. „Wir werden uns den konkreten Fall im Johannkamp auch noch einmal anschauen,“ versichert Becker. Allerdings könne die Überprüfung dauern, so Becker, der um Verständnis bittet. Der Grund: Das Bezirksamt Eimsbüttel sei „mitten in der Fällsaison und mit dem Abarbeiten von Gefahrenbäumen und der Fällanträge voll beschäftigt“.  Das Wochenblatt hakt weiter nach. ngo

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