Kahlschlag CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens (hier am Bachverlauf Schillingsbek, Höhe Julius-Vosseler-Straße in Lokstedt) kritisiert die geringe Zahl der Neupflanzungen Foto: privat

Kahlschlag CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens (hier am Bachverlauf Schillingsbek, Höhe Julius-Vosseler-Straße in Lokstedt) kritisiert die geringe Zahl der Neupflanzungen Foto: privat

Zu viele Fällungen und zu wenig Nachpflanzungen

CDU-Politiker ist schockiert von der Zahl der Baumverluste in Eimsbüttel

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Alarmiert zeigt sich der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Carsten Ovens über die Zahl der Baumfällungen auf öffentlichem und privatem Grund und Boden im Bezirk Eimsbüttel.

 

Carsten Ovens, der für die drei Stadtteile Lokstedt, Niendorf und Schnelsen im Rathaus sitzt, kritisiert den hohen Baumverlust in Eimsbüttel, besonders in seinem Wahlkreis. Zwischen 2015 und 2017 wurden im Bezirk Eimsbüttel im öffentlichen Raum 902 Bäume gefällt und nur 409 nachgepflanzt – ein Verlust von 493 Straßenbäumen. Die Gründe für die Fällungen wie Krankheit oder Bauvorhaben kann der Senat auf die CDU-Anfrage zum Thema Baumbestand in Eimsbüttel nicht liefern. Auch aktuelle Zahlen für 2018 bleibt der Senat schuldig und verweist auf die nur als Papierakten vorliegenden Vorgänge. Die Zahlen und Gründe könnten „in der für die Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht ermittelt werden.“ Ovens beanstandet die ungenauen Zahlen: „Der Senat hinkt bei der Digitalisierung der Verwaltung so hinterher, dass das Baumkataster noch nicht digitalisiert worden ist“.

Aber es geht nicht nur um die Abholzungen der Straßenbäume.  Auch auf privatem Grund wurden Bäume gefällt. 3949 waren es in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen zwischen den Jahren 2016 und 2018. Das Bezirksamt forderte 2330 Ersatzpflanzungen – damit fehlen 1619 Bäume.

Minus 3144 Bäume

„Rechnet man die Negativbilanz auf öffentlichem und privatem Grund nur für die Jahre 2016 und 2017 zusammen, so kommt man für Eimsbüttel auf einen Verlust von 3144 Bäumen“, rechnet Ovens vor, der die Zahl „schockierend“ nennt.

„Die Entwicklung des Straßenbaumbestands im Bezirk Eimsbüttel verlief zuletzt nicht zufriedenstellend,“ räumt der Hamburger Senat in seiner Antwort auf die Schriftliche Kleine Anfrage ein. Das zuständige Bezirksamt Eimsbüttel habe deshalb „verstärkt Anstrengungen vorgesehen, um dem Trend entgegen zu wirken“, so der Senat auf die Frage, welche konkreten Maßnahmen der Senat für die nächsten zwei Jahre plane, um den Baumbestand wieder zu erhöhen. „Anstatt unsinniger Fahrverbote, die Probleme nur verlagern, braucht Hamburg eine Pflanzaktion für neue Bäume, die ganz natürlich für bessere Luft und angenehme Lebensqualität in unseren Stadtteilen sorgen“, fordert CDU-Politiker Carsten Ovens. ngo

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