Stand im Fokus der Veranstaltung Die geplante neue Hamburger U-Bahn-Linie Foto: kh

Stand im Fokus der Veranstaltung Die geplante neue Hamburger U-Bahn-Linie Foto: kh

Was ist machbar?

Hochbahn startet mit Auftaktveranstaltung zur U5-Bürgerbeteiligung

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Die Hamburger Hochbahn lud zur ersten Auftaktveranstaltung ins Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) ein. Zum offiziellen Start der Bürgerbeteiligung konnten sich Bürger hier informieren und durften mitreden.

 

„Wir möchten uns nachher nicht vorwerfen lassen, dass schon alles entschieden ist“, betonte der Hochbahn-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk. Vielmehr sollen die Bürger so früh wie möglich aktiv beteiligt werden. „Mit Abschluss der Machbarkeitsstudie sind nun die technischen Grundlagen geschaffen, um mit den Bürgern, den eigentlichen Experten vor Ort, ins Gespräch zu kommen.“ Konkret geht es zum Beispiel um die Anzahl und Lage von Haltestellen sowie um Zuwegungen vor Ort.

Auf virtueller Reise

Präsentierten die U-Bahn der Zukunft: Hochbahn-Chef Henrik Falk (re.) mit dem Vorstandsvorsitzenden des UKE Prof. Dr. Burkhard Göke bei der Auftaktveranstaltung Foto: kh

Präsentierten die U-Bahn der Zukunft: Hochbahn-Chef Henrik Falk (re.) mit dem Vorstandsvorsitzenden des UKE Prof. Dr. Burkhard Göke bei der Auftaktveranstaltung Foto: kh

Während der Auftaktveranstaltung hatten Bürger die Gelegenheit, mit Verkehrsplanern und Ingenieuren der Hochbahn zu sprechen, auf eine virtuelle Reise entlang der neuen Linie zu gehen, sich anhand diverser Modelle zu informieren und natürlich auch ihre Meinung zu äußern. Ein viel diskutiertes Thema war der noch nicht entschiedene Verlauf der U5 durch Lokstedt.

„Zunächst wiegen wir anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse die wesentlichen Argumente für beziehungsweise gegen die einzelnen Streckenverläufe gegeneinander ab“, so Andreas Ernst, Leiter der Stabstelle Bürgerbeteiligung bei der Hochbahn: „Fährt die U5 über den Siemersplatz bis Stellingen, hätte eine größere Anzahl von Menschen Zugang zum Schnellbahnsystem.“ Dagegen verspreche der Weg über den Lokstedter Süden eine kürzere Fahrzeit, von der zum Beispiel Fahrgäste, die von Stellingen Richtung Innenstadt reisen, profitieren. Der „Umweg“ über den Siemersplatz würde einen zeitlichen Unterschied von circa zwei bis vier Minuten ausmachen, da es neben der etwas längeren Strecke auch eine weitere Haltestelle geben werde. Nach aktuellem Planungsstand befände sich diese am Lokstedter Steindamm. Alternativ kam beispielsweise auch der Bürgerwunsch auf, an dieser Stelle eine Abzweigung über das UKE einzuplanen.

Jeder kann mitplanen

„Wir wollen, dass die Menschen die U5 auch zu ihrer U-Bahn machen. Deshalb nehmen wir alle Ideen und Anregungen auf und prüfen, ob sie bei der Planung Berücksichtigung finden können“, so Andreas Ernst. Dafür bietet der Internetauftritt schneller-durch-hamburg.de allen Bürgern eine Plattform, sich zu beteiligen. Als Ansprechpartner für die Bürger gibt es zudem spezielle Beauftragte, die in den nächsten zwei Jahren unter anderem auch mit Veranstaltungen und anderen Formaten direkt in die Stadtteile kommen, Präsenz zeigen und zum Mitreden einladen. kh

 

Die Meinungen der Bürger sind auch zur Streckenführung über Lokstedt gefragt Foto: kh

Die Meinungen der Bürger sind auch zur Streckenführung über Lokstedt gefragt Foto: kh

Die U5 – Eine U-Bahn der Zukunft

Mit der neuen U-Bahn-Linie, die zwischen Bramfeld und Stellingen verlaufen wird, werden etwa 150 000 Menschen fußläufig an das Schnellbahnsystem angeschlossen. Die U5 soll vollautomatisiert in einem 90-Sekunden-Takt an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr fahren.

 

Die drei Streckenvarianten der U5 für Lokstedt

Variante 1: Die U5 fährt ab Gärtnerstraße über den Lokstedter Steindamm, erreicht mit einem kleinen Schlenker den Siemersplatz beziehungsweise den Behrmannplatz und fährt weiter bis Hagenbecks Tierpark.

 

Variante 2: Die U-Bahn passiert den Lokstedter Süden im Bereich Lohkoppelweg und fährt auf direktem Weg bis Hagenbecks Tierpark. Der Siemersplatz wird nicht berücksichtigt.

 

Variante 3: Die U5 fährt bis zum Siemersplatz als Endhaltestelle und fädelt zusätzlich als sogenannte Y-Trasse hinter der Gärtnerstraße aus, um über den Lohkoppelweg Hagenbecks Tierpark zu erreichen.

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