Stadtteilplanung Ob Verkehr, Parkraum oder Einzelhandel – in der Schnelsener Einkaufsmeile Frohmestraße herrscht hoher Handlungsbedarf Foto: ngo

Stadtteilplanung Ob Verkehr, Parkraum oder Einzelhandel – in der Schnelsener Einkaufsmeile Frohmestraße herrscht hoher Handlungsbedarf Foto: ngo

RISE für Schnelsen?

Fördermittel sollen die Lebensqualität im Stadtteil verbessern

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Das Bezirksamt Eimsbüttel will für Schnelsen Geld aus dem „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) beantragen. Mit den Fördermitteln in Millionenhöhe soll die Lebensqualität im Stadtteil verbessert werden.

 

Die Weiterentwicklung und Stärkung der Frohmestraße als Schnelsener Zentrum steht seit Ende 2017 ganz oben auf der kommunalen Agenda von Politik und Verwaltung (das Wochenblatt berichtete). Besonders die Problemfelder Verkehr, Einkaufen und Parken stehen im Fokus. Mit einem Antrag, Schnelsen in das RISE-Programm aufzunehmen, will der Bezirk den finanziellen Spielraum für die städtebauliche Aufwertung  und Lebensqualität im Stadtteil vergrößern. Zu den möglichen Förderbereichen gehören, neben der Infra- und Versorgungsstruktur, das Wohnumfeld  sowie der öffentliche Raum mitsamt Spielplätzen, Grünflächen und Wegen. Im Stadtplanungsausschuss, wo Jan Philipp Stephan, Fachamtsleiter Stadt- und Landschaftsplanung, den Bezirksamtsplan im Januar vorstellte, wurden neben der Frohmestraße und Wählingsallee auch Burgwedel, die AKN-Trasse und Schnelsen-Süd als mögliche Fördergebiete ins Spiel gebracht.

Erst noch eine Idee

„Der Stadtplanungsausschuss hat zunächst nur den groben Raum zur Kenntnis erhalten, die Konkretisierung wird nun vollzogen und dann im Regionalausschuss Lokstedt vorgestellt und diskutiert,“ ordnet Bezirksamtssprecher Kay Becker auf Wochenblatt-Nachfrage die Angaben ein.

Wie hoch die möglichen Fördergelder der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) ausfallen werden, lasse sich laut Becker derzeit nicht abschätzen. „In der Regel stehen RISE-Fördermittel nur als Kofinanzierung bereit. Insofern ist die Summe auch davon abhängig, in welcher Höhe andere Fachbehörden und private Investoren Mittel investieren,“ erklärt der Bezirksamtssprecher. Zum Vergleich: Beim RISE-Projekt in Eidelstedt werden im Rahmen der Gesamtfinanzierung zweistellige Millionenbeiträge bewegt. Wenn Schnelsen ins RISE-Programm kommt, wird ein Quartiersmanagement die Gebietsentwicklung begleiten.

Die Bezirkspolitiker begrüßen die Pläne der Verwaltung. „Mit dem RISE-Programm für Schnelsen würde der Stadtteil städtebaulich und sozial aufgewertet werden,“ sagt die Schnelsener CDU-Politikerin Silke Seif. Ihr „Stadtteilkollege“ von der SPD, Koorosh Armi, ergänzt: „Im Hinblick auf unsere Bemühungen zur Entwicklung des Schnelsener Zentrums und der Frohmestraße wäre die Entscheidung richtungsweisend und aus finanzieller Sicht Gold wert.“ ngo

 

Infos zum Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung (RISE): www.hamburg.de/rise/

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