Wird das Tempolimit häufig missachtet? Ein Bereich des Märkerwegs ist eine Tempo-30-Zone Fotos: kh

Wird das Tempolimit häufig missachtet? Ein Bereich des Märkerwegs ist eine Tempo-30-Zone Fotos: kh

Ist der Märkerweg eine Rennstrecke?

Auslöser Unfall: Anwohner beklagt sich über Verkehrssituation

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Zu viel Verkehr im Märkerweg, Autos mit überhöhter Geschwindigkeit und Zebrastreifen an falscher Stelle sind Kritikpunkte, die auch aufgrund des Unfalls eines Schülers laut wurden.

 

„Der Märkerweg ist eine Rennstrecke geworden“, so die Beschwerde eines Anwohners. Vor allem zu den Stoßzeiten habe der Verkehr deutlich zugenommen. „Viele Autofahrer miss-
achten zudem das Tempolimit von 30 km/h Höhe des Grootseeparks.“ Brenzlige Situationen habe er bereits einige beobachten können.

Ausweichverkehr

Die subjektive Wahrnehmung kann aus polizeilicher Sicht nicht bestätigt werden: „Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen ergab sich lediglich temporär durch Ausweichverkehr, zum Beispiel während der Sperrung des Vielohwegs“, so Rene Schönhardt von der Hamburger Polizeipressestelle. In den vergangenen Jahren gab es 24 Geschwindigkeitsmessungen zu verschiedenen Tageszeiten. Im 50 km/h Bereich ergab die zuletzt durchgeführte Messung eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 34 km/h. Die Unfalllage sei zudem unauffällig: „In einer Drei-Jahres-Betrachtung ist kein Unfall aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung erkennbar“, erklärt Schönhardt.

Auch bei dem Unfall vom 21. Januar dieses Jahres gebe es nach ersten Feststellungen keine Hinweise dafür, dass der beteiligte Transporter zu schnell gefahren sei. Vielmehr habe der Elfjährige den Märkerweg (im 50 km/h Bereich) überqueren wollen, ohne auf den Verkehr zu achten und sei dabei vom rechten Außenspiegel des Transporters am Kopf touchiert worden. Der Polizei- Sprecher betont jedoch, dass polizeiliche Verkehrsüberwachungsmaßnahmen fortgeführt würden.

Neben der Verkehrslage wird zudem der Standort der zwei Zebrastreifen kritisiert: „Der Märkerweg wird gerne am mittleren Parkausgang überquert, besonders von Schülern, die den direkten Weg über den Sportplatz zur Schule nehmen“, meint der Anwohner. Hier, und nicht jeweils 70 Meter entfernt, wäre seiner Meinung nach eine Überquerungshilfe notwendig.

Kreuz und quer

„Die Fußgängerüberwege Höhe Pommernweg und Keltenweg werden nach unseren Feststellungen auch von Schülern gut angenommen“, berichtet der Leiter Prävention und Verkehr Thomas Piper vom Polizeikommissariat 24. Richtig sei aber, dass die Fahrbahn auch zwischen den Überwegen häufig gequert werde.

„Wir konnten bislang aber keine problematischen Situationen beobachten, was auch die unauffällige Unfalllage bestätigt. Eine Verlegung des Fußgängerüberwegs ist aus hiesiger Sicht wenig sinnvoll, da auch diese eine Querung an anderer Stelle nicht verhindern würde“, meint Piper abschließend. kh

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