SPD-Runde Kay Gätgens (Bezirksamtsleiter), Koorosh Armi (Spitzenkandidat Schnelsen), Milan Pein und Monika Schaal (Bürgerschaft), Niels Annen (Staatsminister), Rüdiger Rust (Regionalausschuss), Ines Schwarzarius (Spitzenkandidatin Niendorf), Marc Schemmel (Bürgerschaft), Knut Fleckenstein (Hamburger EU-Spitzenkandidat), Mathias Ederhof (Vorsitzender SPD Schnelsen) und Bezirkspolitiker Nils Harringa (v.li.nr.e) Foto : ngo

SPD-Runde Kay Gätgens (Bezirksamtsleiter), Koorosh Armi (Spitzenkandidat Schnelsen), Milan Pein und Monika Schaal (Bürgerschaft), Niels Annen (Staatsminister), Rüdiger Rust (Regionalausschuss), Ines Schwarzarius (Spitzenkandidatin Niendorf), Marc Schemmel (Bürgerschaft), Knut Fleckenstein (Hamburger EU-Spitzenkandidat), Mathias Ederhof (Vorsitzender SPD Schnelsen) und Bezirkspolitiker Nils Harringa (v.li.nr.e) Foto : ngo

Ein bisschen EU gibt’s nicht

Großer Neujahrsempfang der SPD in Schnelsen

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Rund 120 Gäste begrüßte Matthias Ederhof, Vorsitzender der SPD Schnelsen, im Clubhaus vom TuS Germania Schnelsen. Gastredner waren der EU-Abgeordnete und Hamburger SPD-Spitzenkandidat für die Europawahlen Knut Fleckenstein sowie Koo- rosh Armi und Ines Schwarzarius, die Schnelsener  und Niendorfer SPD-Spitzenkandidaten für die Bezirksversammlungswahlen am 26. Mai in Hamburg.

Für Knut Fleckenstein, der seit 2009 für die Hamburger SPD im EU-Parlament sitzt, ist der Brexit das brennende Thema. Wie es nach dem „Nein“ im britischen Unterhaus weitergehe, wisse er derzeit auch nicht, so der außenpolitische Sprecher der SPD im EU-Parlament. „Man habe sich zwar auf so eine Situation vorbereitet, aber wir alle haben diesen Brexit nicht gewollt.“ Doch eine Sache ist laut Fleckenstein klar: „An den Grundpfeilern der EU können und wollen wir nicht rütteln. Ein bisschen EU gibt es nicht. Hier sind sich die 27 EU-Staaten einig.“ Er hoffe aber sehr auf eine Lösung. Der heutige Wohlstand in Europa sei nur mit der EU erreicht worden, so Fleckenstein: „Deshalb müssen wir aufpassen, dass uns die Idee nicht abhanden kommt.“ Wichtig sei, dass die Menschen zur Wahl gehen und „die Parteien wählen, die die EU weiter entwickeln und nicht abwickeln wollen.“

Schnelsener Themen

Der Schnelsener SPD-Spitzenkandidat Koorosh Armi hat den Bau einer zweiten weiterführenden Schule im Stadtteil ganz oben auf der Agenda. Die Julius- Leber-Schule habe mit 1700 Kindern ihre maximale Kapazität erreicht, so Armi. Auch die S-Bahn hat er im Blick. Wegen der vielen Pendler dürfe die Umsetzung der S21-Pläne und der Bau der S-Bahnstation Schnelsen-Süd nicht weiter verschoben werden. „Die Stadt Hamburg hat ihre Arbeit erledigt,“ stellte Armi klar, nun müsse die Gemeinde Ellerau in Schleswig-Holstein grünes Licht geben. Auch das Thema Feuerwehr- und Rettungswache Schnelsen sprach Armi an. Bei der Standortsuche zeichne sich aber eine Entscheidung ab. Beim Wohnungsbau, der auch in Schnelsen massiv betrieben werde, plädiert Armi dafür, die Magistralen verstärkt zu nutzen, um das Schnelsener Grün zu erhalten.

Ines Schwarzarius, die in Niendorf als SPD-Spitzenkandidatin ins Rennen geht, warb für die Belange ihres Stadtteils. Der Wohnungsbau in Niendorf stehe auch künftig im Fokus der SPD, so Schwarzarius: „Der Wechsel der Generationen in Niendorf hat längst eingesetzt und bezahlbarer Wohnraum in Stadtteilen, wo gerade Familien mit Kindern gerne leben, hat Vorrang.“ Wichtig sei auch die Entwicklung der neuen Mitte am Tibarg, um die „gefühlten beiden Seiten des Tibargs“ besser zu vereinen. Wo immer mehr Familien leben, müsse auch das Bildungsangebot stimmen. Deshalb bleibe die SPD am Thema neue Schulstandorte dran. Da besonders Vereine und Einrichtungen für den „sozialen Kitt“ im Stadtteil sorgen, setzt die SPD-Politikerin auf den Dialog mit Bürgern. Ein Beispiel sei der Bürgerbus, der für Niendorf-Ost geplant sei.

Zu den weiteren Gästen zählten Niels Annen, SPD-Bundestagsabgeordneter und Staatsminister, die SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Monika Schaal, Marc Schemmel und Milan Pein, Mitglieder der SPD-Bezirksfraktion, der Grünen-Politiker Ali Mir Agha, Bezirksamtschef Kay Gätgens sowie Vertreter von Vereinen, Verbänden, Bürgerhäusern, Kirchen und engagierte Bürger. ngo

 Ein Interview mit Knut Fleckenstein folgt in einer unserer nächsten Ausgaben.

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