Sternsinger Valentin, Lukas und Jonathan freuen sich, für einen wohltätigen Zweck sammeln zu können (v. li.) Foto: kn

Sternsinger Valentin, Lukas und Jonathan freuen sich, für einen wohltätigen Zweck sammeln zu können (v. li.) Foto: kn

Wenn drei Könige singen

Sternsinger sind wieder unterwegs für den guten Zweck

Archiv| Views: 143

Anfang des Jahres sind bundesweit wieder rund 330 000 Sternsingerinnen und Sternsinger vom Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) unterwegs. Allein in Hamburg beteiligen sich an der Aktion Dreikönigssingen rund 1000 Kinder und Jugendliche, vierzig von ihnen in der katholischen Gemeinde St. Ansgar im Stadtteil Niendorf.  

Bunte Gewänder tragen sie, glitzernde Kronen schmücken ihre Köpfe und ein goldener Stern leitet sie. Doch es sind nicht die echten  „Heiligen Drei Könige” aus dem Morgenland, die da an die Türen klopfen. Hinter den Verkleidungen stecken Kinder und Jugendliche, die für die „Aktion Dreikönigssingen”,  von Haus zu Haus ziehen und Spenden für wohltätige Zwecke sammeln. Die Sternsingeraktion ist weltweit die größte organisierte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. So kamen im vergangenen Jahr im gesamten Erzbistum (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg) rund 542 500 Euro zusammen.

In diesem Jahr richtet sich der Blick besonders auf Kinder mit Beeinträchtigungen in Peru, die aus verarmten Verhältnissen kommen. In einer von Sternsingern geförderten Einrichtung in Lima erhalten 120 Kinder mit besonders schweren Behinderungen therapeutische Unterstützung. Anhand des Beispiellands soll auf konkrete Situationen aufmerksam gemacht werden bzw. den Sternsingern besser verständlich gemacht werden wofür sie sich einsetzen. Denn im Vordergrund steht der Einsatz von Kindern für Kinder.

Valentin Stahlberg (16) und sein Bruder Jonathan (14) sind schon seit sechs Jahren  dabei, zusammen mit Lukas Gunasekara (14)  besuchen sie als Vertreter der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar zehn Familien in Niendorf, die sich im Vorfeld bei der Gemeinde St. Ansgar für einen Besuch angemeldet hatten. „Es macht Spaß,  den Segen in die verschiedenen Familien zu überbringen”, so Valentin. „Manche backen sogar extra Kuchen für uns und alle sind meistens sehr gut gelaunt”, freut sich Jonathan. „Und man lernt die unterschiedlichsten Menschen dabei kennen”, ergänzt Lukas.

In diesem Jahr wird der Segen „20*C+M+B+19” nicht mit Kreide an die Haustüren geschrieben, sondern als Aufkleber angebracht. Die Kürzel stehen für den Segen „Christus mansionem benedicat” – Christus segne dieses Haus. kn

Comments are closed.