Wer sich Cliffords Auftritte bei The Voice of Germany anhören bzw. anschauen möchte, findet diese auf www.the-voice-of-germany.de oder bei YouTube Foto: ap

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Mit Hip-Hop ins Halbfinale

Niendorfer Fitness Coach bringt The Voice of Germany Studio zum Beben

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Clifford Dwengers eine Leidenschaft ist der Sport.  Als Personal Trainer bringt der 25-Jährige unter anderem bei Fitness First an der Kollaustraße Sportwillige zum Schwitzen. Seine zweite, ebenso große Leidenschaft ist  der Hip-Hop. Und mit dem hat es der Lokstedter als erster Rapper bis ins Halbfinale und damit die Liveshows von The Voice of Germany geschafft. Wochenblatt Redakteurin Angela Preuß traf den sympathischen Studenten zum Gespräch.

Niendorfer Wochenblatt: Was war deine erste Liebe, der Sport oder die Musik?

Clifford Dwenger: Definitiv der Sport. Mit sechs Jahren habe ich mit Fußball angefangen. Ich war über viele Jahre sehr gut, habe mich aber letztendlich vom Profi- fußball-Traum verabschiedet und als Jugendlicher in Richtung Fitness orientiert. Zum Rappen bin ich erst mit 17 oder 18 Jahren gekommen. Mein Bruder und ich haben immer viel Hip-Hop gehört. Um die Texte besser zu verstehen, habe ich sie Zeile für Zeile mitgeschrieben und mir das Rappen auf Englisch so über Jahre selber beigebracht. Während der Abizeit hatte ich dann zwei Mitschüler, AJ und Nickels, die im Keller ein kleines Musikstudio hatten. Hier bin ich musikalisch quasi aufs nächste Level gekommen und habe entdeckt, dass ich auch selbst Songs schreiben kann.

NW: Was fasziniert dich am Rap, gibt es Vorbilder, die dich geprägt haben?

CD: Einer, der mich seit Jahren stark inspiriert, ist der US-amerikanische Rapper Kendrick Lamar. Er ist wahnsinnig kreativ und rappt auf echt hohem Niveau. Für mich ist wichtig, dass ein Rapper authentisch ist, lyrisch versiert, nicht nur von Geld, Gewalt oder Frauen singt, sondern dass jeder Song eine echte Story erzählt.

NW: Du wirst dieses Jahr unter deinem Künstlernamen „Afrow Cliff“ fünf deiner eigenen Songs veröffentlichen, erzählt da jeder eine Geschichte?

CD: Auf jeden Fall. Der Song „Blessed“ zum Beispiel handelt unter anderem davon, dass ich mich als gläubiger Mensch von Gott gesegnet fühle.

NW: Wie kam es zur Teilnahme bei The Voice of Germany?

CD: Ich wollte gerne mal sehen, was für ein Feedback ich vor einem großen Publikum und von bedeutsamen Musikern bekomme. Aufregung und Euphorie haben sich da die Waage gehalten.

NW: Du warst in deinem Wunsch-Team, bei Michi und Smudo von den Fantastischen Vier. Gibt es noch Kontakt zu den Coaches oder zu den anderen Teilnehmern?

CD: Ja, die Fantas haben mich zu ihrem Hamburg-Konzert jetzt im Januar eingeladen. Da freue ich mich sehr drauf! Mit den anderen Teilnehmern gibt es noch Kontakt über Whats-App und Instagram, und mit einigen werde ich dieses Jahr auch weiter Musik machen.

NW: Gewonnen hat Samuel Rösch mit deutschem Gesang. Rappst du weiter auf Englisch, oder kommt Deutsch, gerade nach dem Einfluss durch die Fantastischen Vier, auch in Frage?

CD: Als Rapper sollte man bei einer Sprache bleiben. Wenn ich irgendwann richtig erfolgreich und etabliert bin, könnte ich mir aber vorstellen, auch mal auf Deutsch zu rappen.

NW: Wie geht es musikalisch für dich weiter, was sind deine Ziele?

CD: Es gab während und seit The Voice viele, auch unseriöse Angebote, ich sondiere gerade, ob es einen für mich passenden Produzenten gibt. Der Sport bleibt aber definitiv weiterhin eines meiner beiden Standbeine. ap

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