Die reguläre Laufrichtung der Fahrtreppen in Niendorf Markt ist aufwärts Fotos: kh

Die reguläre Laufrichtung der Fahrtreppen in Niendorf Markt ist aufwärts Fotos: kh

Ja, wohin fahren sie denn?

Rolltreppen in Niendorf Markt wechseln bei aktuellem Bedarf die Richtung

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Die Fahrtrichtung der Rolltreppen an der U-Bahn-Station Niendorf Markt ist nicht eindeutig: In der Regel fahren sie aufwärts, zeit- und teilweise wird von der Hochbahn auch ein Zweirichtungsbetrieb veranlasst.

„Die Rolltreppen in Niendorf Markt sind nicht mehr umschaltbar von aufwärts auf abwärts, sondern fahren derzeit nur noch nach oben“, meldete vor einigen Wochen ein Wochenblatt-Leser, der sich fragte, warum der Richtungswechsel abgestellt wurde. Wohingegen beispielsweise die Treppen an den U-Bahn-Stationen Hagenbecks Tierpark und Osterstraße ihre Richtung nach wie vor wechseln können.

Im Wechselbetrieb geschaltet Die untere Rolltreppe wird auch für die Fahrt nach unten genutzt

Im Wechselbetrieb geschaltet Die untere Rolltreppe wird auch für die Fahrt nach unten genutzt

Eine einfache Frage, die auf Nachfrage bei der Hamburger Hochbahn aber zunächst abgetan wurde: „Die Fahrtreppen in Niendorf Markt wurden in 2014 und 2015 erneuert. Sie waren davor und sind auch jetzt nicht im Wechselbetrieb geschaltet“, so Pressesprecher Christoph Kreienbaum. Gleiches gelte für die Anlagen Hagenbecks Tierpark und Osterstraße. Die klare Antwort gab Anlass, mal etwas genauer hinzuschauen und die Probe aufs Exempel zu machen. Das Ergebnis: Die untere Rolltreppe am südlichen Ausgang Niendorf Markt ließ sich bei unserem „Test“ auch abwärts befahren, während die obere nur in Laufrichtung nach oben geschaltet war.

„Ein wenig kundenfreundliches Kuddelmuddel“, beklagt sich der Leser. Auf erneute Nachfrage räumt der Hochbahn-Pressesprecher ein: „Die reguläre Laufrichtung ist aufwärtsführend, um den Fahrgästen den anstrengenderen Weg nach oben zu erleichtern.“ Allerdings werde die Fahrtreppe in Gegen- beziehungsweise Wechselrichtung manuell oder programmiert geschaltet, wenn ein aktueller Bedarf vorliege, wie der Ausfall eines Fahrstuhls, oder es sich um eine schwächer genutzte Haltestelle handele. Grundsätzlich werden die Fahrtreppen so gesteuert, dass sich die Fahrgastströme nicht behindern. „Wir analysieren diese und programmieren entsprechend die Treppen zeit- und wochentagsgesteuert.“

Umschaltbar sei der Modus aber nur im Stillstand, was dazu führen mag, dass sich keine Regelmäßigkeit im Betrieb erkennen lasse. „Wir werden nun nochmal überprüfen, ob die Rolltreppen in den genannten Bereichen entsprechend programmiert sind und dies im Bedarfsfall ansonsten nachholen“, verspricht Kreienbaum. kh

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