Engagiert Lehrerin Christiane Brüning (li.), Collin Gronmeyer, Lasse Zehler, Vivian Askwith, Marlon Spangenberg, Schulleiterin Andrea Kühne (re.); vordere Reihe: Ali Ghasemi-Konjani, Vanessa Kumutat und Lena Deierling von der Stadtteilschule Niendorf setzen sich für die Sanierung der Skate- anlage im Märkerweg ein Foto: ngo

Engagiert Lehrerin Christiane Brüning (li.), Collin Gronmeyer, Lasse Zehler, Vivian Askwith, Marlon Spangenberg, Schulleiterin Andrea Kühne (re.); vordere Reihe: Ali Ghasemi-Konjani, Vanessa Kumutat und Lena Deierling von der Stadtteilschule Niendorf setzen sich für die Sanierung der Skate- anlage im Märkerweg ein Foto: ngo

Schüler werben für Skatepark

Politiker wollen die Jugendlichen unterstützen - aber Projekt kann bis zu 500 000 Euro kosten

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Schüler der Stadtteilschule Niendorf haben die Politiker im Regionalausschuss Lokstedt von der Erneuerung der Skateanlage im Märkerweg überzeugt.

Der 1200 Quadratmeter große Skatepark am Sportplatz Sachsenweg liegt seit langer Zeit brach. Das soll sich ändern. Ali Ghasemi-Konjani und Lasse Zehler, Abiturienten der Stadtteilschule Niendorf, präsentierten den Fraktionen im Regionalausschuss Lokstedt das Schülerprojekt, die verwahrloste Anlage zu sanieren. Ein neuer Skatepark mit multifunktionalen Angeboten für Biker, Roller und Inliner schaffe ein Freizeitangebot jenseits der vielen Spielplätze für Kinder und Jugendliche über zwölf Jahren. Das Sportangebot wäre ohne Vereinsmitgliedschaft und Gebühren nutzbar und ermögliche auch Jugendlichen aus sozial schwachen Familien die Teilhabe an Sport und Integration, so die Schüler.

Kostenschätzungen

Bereits im Frühjahr konnten die Jugendlichen den CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Carsten Ovens für ihr Projekt gewinnen (das Wochenblatt berichtete). Ovens holte André Güldner vom Bezirksamt Eimsbüttel dazu, der als Leiter der Abteilung Sport für die Skateanlage zuständig ist. Güldner hatte sich für Entwürfe an ein Planungsbüro gewandt, das bereits andere Skateanlagen geplant hat. Die Kostenspanne beträgt je nach Ausführung zwischen 300 000 und 500 000 Euro, sagt Güldner.

Trostlos Die Skateanlage auf dem Sportplatz Sachsenweg im Märkerweg ist kaputt und verwahrlost  Fotos: ngo/Fotolia

Trostlos Die Skateanlage auf dem Sportplatz Sachsenweg im Märkerweg ist kaputt und verwahrlost
Fotos: ngo/Fotolia

Diese Summe könne nicht aus „Bordmitteln“ der Behörde gestemmt werden. Hier müsse die Politik finanzielle Unterstützung leisten, stellt Güldner klar. Da die Anlage auf einer öffentlichen Fläche liegt, müssten die Kosten in Konkurrenz zu Modernisierungsmaßnahmen auf anderen Sportplätzen treten, erklärte Güldner. Auch deshalb müsse vorab der tatsächliche Bedarf geklärt sein, so die Politiker. Auch die Frage der anschließenden Betreuung der Fläche muss gesichert werden.

Der Bedarf ist vorhanden: Rund 700 Unterschriften haben die Schüler bislang gesammelt. Auch könnten sich die Schüler der nachfolgenden Jahrgänge ab Sommer 2019 für die Pflege einsetzen. Für Christiane Brüning, die als Lehrerin das Projekt begleitet, sind auch Patenschaften denkbar. Wenn das Schüler-Projekt umgesetzt werde, sei das ein gutes Beispiel dafür, dass man als engagierter Jugendlicher auf politischer Ebene etwas erreichen könne, so Brüning.

Die Politiker haben das Projekt auf ihre Agenda gesetzt und wollen mögliche Finanzierungswege ausloten.

Spenden als Lösung?

Auch Spender aus der lokalen Wirtschaft könnten einen Anteil an den Kosten übernehmen, so die Idee von CDU-Politiker Ovens. Er hat Marc Schemmel von der SPD an Bord geholt, um das Projekt fraktionsübergreifend voranzutreiben. ngo

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