Zu niedrig Der Lkw-Fahrer hat offenbar die Verkehrsschilder übersehen und blieb mit seinem Brummi stecken Foto: privat

Zu niedrig Der Lkw-Fahrer hat offenbar die Verkehrsschilder übersehen und blieb mit seinem Brummi stecken Foto: privat

Ein Nadelöhr für LKW

In der Niendorfer Straße bleiben Brummis oft stecken und verursachen Staus

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Es hat mal wieder gekracht in  der Niendorfer Straße. Der Grund: Trotz Verkehrsschilder schätzen Brummifahrer die Höhe der Bahnbrücke falsch ein und bleiben stecken.

Zuletzt passiert ist das im Oktober, als ein Lastwagen-Fahrer offenbar das runde Durchfahrts- Verbotsschild für Fahrzeuge mit einer Höhe von mehr als 3,80 Metern übersehen hatte. Anwohner der Niendorfer Straße und aus der benachbarten Straße Bullenredder kennen das bereits. So auch Fritz Scholle, der beim aktuellen „Steckenbleiber“ (Foto) die Polizei alarmierte.

Der Lokstedter, der seit zehn Jahren im Bullenredder wohnt, erlebt nahezu jede Woche, dass LKW-Fahrer versuchen, unter der Brücke durchzufahren. Selbst wenn sie im letzten Augenblick merken, dass ihr Brummi wohl eine Nummer zu groß für die Unterführung ist und wenden wollen. Doch in der engen Straße mit jeweils einer Spur pro Fahrtrichtung sind Wendemanöver kaum möglich, schon gar nicht mit einem langen Sattelzug.  Nichts geht dann mehr in der Niendorfer Straße. Es kommt – vor allem im Berufsverkehr –  zu langen und langwierigen  Staus.

Nur wenige Unfälle

Nicht alle „Steckenbleiber“ landen offenbar in der Unfalldatenbank der Hamburger Polizei. Denn laut dem zuständigen Polizeikommissariat (PK) 24 sind für die Güterbahnüberführung in der Niendorfer Straße in den vergangenen drei Jahren nur drei Unfälle mit Lkw registriert. Bei diesen drei Fällen sei es zu „geringen Anfahrschäden an der Brücke gekommen“, teilt Thomas Piper vom PK 24 auf Wochenblatt-Nachfrage mit.  „Die Verkehrszeichen sind so aufgestellt, dass die Fahrzeugführer von Lkw rechtzeitig erkennen können, dass das Befahren der Niendorfer Straße im Bereich der Brücke bis zu einer Höhe von 3,80 Metern erlaubt ist,“ erklärt Piper. Es sei nicht auszuschließen, dass es Fahrer gäbe, die trotz der Verkehrszeichen bis kurz vor die Brücke einfahren und Anfahrschäden verursachen oder sich vor der Brücke festfahren, so Piper weiter.

Im Mai wurde dort der Verkehr gezählt. Von 17 800 Fahrzeugen, die innerhalb von 24 Stunden die Niendorfer Straße befuhren, lag der Schwerlastanteil bei drei Prozent. Wenn man diese Zahlen im Zusammenhang mit der geringen Zahl der „Lkw-Brückenunfälle“ betrachte, ergebe sich für die Straßenverkehrsbehörden von PK 23 (Lokstedt) und 24 (Niendorf) aber kein weiterer polizeilicher Handlungsbedarf, so Piper.    ngo

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