Verzögerung Die geplante S-Bahn-Station „Schnelsen Süd“ soll zwischen dem Fußweg-Bahnübergang Brummerskamp, Eidelstedter Brook (Foto) und dem Bahnübergang Halstenbeker Straße liegen. Zugänge sind von den Straßen Brummerskamp und Halstenbeker Straße geplant. Die Station wird erst mit der S21 frühestens ab 2025 bedient Foto: ngo

Verzögerung Die geplante S-Bahn-Station „Schnelsen Süd“ soll zwischen dem Fußweg-Bahnübergang Brummerskamp, Eidelstedter Brook (Foto) und dem Bahnübergang Halstenbeker Straße liegen. Zugänge sind von den Straßen Brummerskamp und Halstenbeker Straße geplant. Die Station wird erst mit der S21 frühestens ab 2025 bedient Foto: ngo

Ausbau nicht vor 2023

Schnelsener müssen mindestens weitere fünf Jahre auf die S21 warten

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Geplant war es so: Die S21 sollte ab 2020 zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen fahren. Jetzt ist klar: Die Strecke wird nicht vor 2025 in Betrieb gehen.

Bislang nannte der Senat das Jahr 2019 als Termin für den Baustart. Von der Elektrifizierung der 30 Kilometer lagen Bahnstrecke, sollten auch die Schnelsener profitieren. Nun wird erst 2023 mit dem Baubeginn gerechnet. Heißt: vor 2025 wird keine S-Bahn dort rollen. Das ist die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage von Carsten Ovens und weiteren CDU-Politikern.

Grund für die erneuten Verzögerungen seien notwendige Planänderungen im Bereich Ellerau in Schleswig-Holstein. Dort protestieren Anwohner gegen den zweigleisigen Ausbau. Um die Baukosten und das Klagerisiko durch die Anwohner zu senken, setzen die beiden Länder zwischen Ellerau und Tanneneck nun auf einen eingleisigen Streckenausbau. Die Folge: Die Planungen müssen geändert werden und der Planfeststellungsbeschluss verzögert sich bis Ende 2020.

S-Bahnzüge teurer?

Und es droht eine weitere Kostensteigerung: Bis Ende November müsste Hamburg die für die Strecke gedachten Züge bestellen, um die Preisgarantie des Herstellers nicht zu verlieren. Laut der Senatsantwort verhandeln Hamburg und Schleswig-Holstein derzeit über eine Verlängerung der Bestellfristen. Ziel sei es, eine Auslieferung der Züge zeitnah an die Fertigstellung der Strecke zu koppeln, um keine Wartungs- und Pflegekosten der ungenutzten Fahrzeuge zu haben.

„Bezüglich der zusätzlichen Kosten bleibt der rot-grüne Senat leider sehr vage. Das ist inakzeptabel, wenn das Landesparlament eine seriöse Haushaltsplanung vornehmen soll,“ kommentiert Ovens die Senatsantwort.

Abgehängt

Auch die für die S21 vorgesehene Haltestelle Schnelsen-Süd (zwischen Fußweg-Bahnübergang Brummerskamp, Eidelstedter Brook und dem Bahnübergang Halstenbeker Straße) wird laut Senatsantwort nicht vorab durch die AKN angefahren. „Damit bleibt der südliche Teil von Schnelsen weiter vom Schnellbahnnetz abgehängt,“ kritisiert Ovens. ngo

Kleine Anfrage

Die Schriftliche Kleine Anfrage von Carsten Ovens und die Senatsantwort zum Nachlesen unter Kurz-ULR bit.ly/2B2pZAu

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