Verkehr Sieben Buslinien und bis zu 8 000 Fahrzeuge müssen täglich durch die enge Frohmestraße fahren Foto: ngo

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Bürgerbeteiligung für die Frohmestraße

Die Schnelsener werden nach ihren Wünschen zur Umgestaltung befragt

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Jetzt sollen die Anwohner und Bürger bei der Umgestaltung der Frohmestraße mitreden. So lauten die nächsten Schritte von Politik und Verwaltung für 2019.

Das Eimsbütteler Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung will die Schnelsener an der Planung beteiligen. Die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung soll im ersten Quartal 2019 stattfinden. Das bestätigt Antonia Schulitz, Leiterin der Abteilung Übergeordnete Planung (SL1), auf Wochenblatt-Nachfrage. Es gab erste Gespräche mit  Einzelhändlern, Eigentümern und Vor-Ort-Begehungen. Der Handlungsbedarf ist groß.

Verkehrssituation   Neben sieben Buslinien fahren täglich rund 8000 Fahrzeuge durch die enge Frohmestraße. Fußgänger aller Altersgruppen und Radfahrer haben es da nicht leicht. Einen Konsens zwischen allen Interessengruppen zu finden, werde eine der größten Herausforderungen sein, sagt Jan Philipp Stephan, Leiter vom Eimsbütteler Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung. Stephan präsentierte zusammen mit Antonia Schulitz das aktuelle Status-Quo-Papier im Regionalausschuss Lokstedt.

Parken und öffentlicher Raum Durch ein Leitsystem sowie die gemeinsame Bereitstellung von Kundenparkplätzen würden die gut 400 Kunden- und Privatparkplätze in und um die Frohmestraße effektiver genutzt werden können, erklärt Schulitz. Eine einheitliche Gestaltung des Straßenraums inklusive der Haus- Vorbereiche, mehr Grün, eine Investition in Bänke, Poller und Fahrradbügel würden den öffentlichen Raum aufwerten und Passanten zum Verweilen einladen. Die Park- und Kleingartenanlage, die auf dem Lärmschutzdeckel angelegt werden soll, wird die Erholungsflächen vergrößern.

Einkaufssituation Die Stadtplaner bewerten die Frohmestraße als leistungsfähiges Zentrum. Lebensmitteldiscounter prägten das Wettbewerbsumfeld. Es fehlten aber Fachgeschäfte etwa für Schuhe, Möbel oder Schmuck. Die Ansiedlung bestimmter Geschäfte könne aber nicht durch den Bezirk gesteuert werden, stellt Schulitz klar. Wichtig sei es, dass sich das lokale Engagement von Händlern, Eigentümern, Verbänden, Sportvereinen und anderen Institutionen künftig stärker bündele, so Schulitz.

Beteiligungsoptionen In Planung ist eine öffentliche Auftakt- und Abschlussveranstaltung. Hier sollen in Arbeitsgruppen Ideen, Bedürfnisse und Anliegen der Bürger gesammelt und ausgewertet werden. Auch der Bebauungsplan Schnelsen 95 wird in diesem Prozess eine Rolle spielen. Die Ergebnisse fließen in ein verbindliches Entwicklungskonzept ein. Auch Kinder und Jugendliche könnten sich beteiligen. Für diesen Beteiligungsprozess muss die Bezirksversammlung Eimsbüttel jetzt die nötigen Gelder bereitstellen. ngo

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