SPD-Politikerin Ines Schwarzarius ist Sprecherin im Regionalausschuss Lokstedt und stellvertretende Distriktvorsitzende der SPD Niendorf Foto: SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel

SPD-Politikerin Ines Schwarzarius ist Sprecherin im Regionalausschuss Lokstedt und stellvertretende Distriktvorsitzende der SPD Niendorf Foto: SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel

Alle Einwände einbeziehen

SPD Niendorf: Andere Radwege dringender

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Die geplante Veloroute durch die Paul-Sorge-Straße erhitzt viele Niendorfer Gemüter. Der umstrittene Streckenabschnitt ist jetzt Thema im Regionalausschuss Lokstedt. Redakteurin Natascha Gotta hat Ines Schwarzarius, stellvertretende SPD-Distriktvorsitzende und Sprecherin im Regionalausschuss, nach dem Standpunkt der Niendorfer SPD gefragt.

Niendorfer Wochenblatt: Viele Niendorfer sind gegen eine Umgestaltung der Paul-Sorge- Straße in eine Veloroute. Es geht insbesondere um den Radweg auf der Fahrbahn und die Neuanordnung der Parkflächen. Wie positioniert sich die SPD
Niendorf dazu?

Ines Schwarzarius: Verbesserungen des Radverkehrs begrüßen wir grundsätzlich. Aus unserer Sicht gibt es aber Bereiche wie den Garstedter Weg, die Friedrich-Ebert-Straße oder die Wendlohstraße, bei denen dringenderer Handlungsbedarf ist. Mit der vorgelegten Planung zur Paul-Sorge-Straße haben wir uns intensiv auch auf Bitten vieler Niendorfer befasst.

NW: Viele Niendorfer fühlen sich von der Politik und der Verwaltung übergangen, weil sie nicht an der Planung beteiligt wurden. Welche Haltung hat die SPD Niendorf zum Thema Bürgerbeteiligung bei Velourouten?

Schwarzarius: Akzeptanz können solche Planungen nur dann finden, wenn alle  Beteiligten gemeinsam und frühzeitig ergebnisoffen und transparent in einem nachvollziehbaren Beteiligungsprozess bei den Planungen berücksichtigt werden. Dafür haben wir als örtliche SPD frühzeitig geworben.

NW: Was schlägt die SPD Niendorf vor, damit es zwischen Bürgern, Bezirk und Politik noch zu einer einvernehmlichen Velorouten-Lösung kommt und was müsste an der Verkehrssituation in der Paul-Sorge-Straße geändert werden?

Schwarzarius: Schulwegsicherheit und die besonderen Bedürfnisse, die ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen im Alltag haben, zeigen Planungen Grenzen auf. Diese Verkehrsteilnehmer fühlen sich auf Radfahrstreifen sicherer und wünschen sich gut ausgebaute Hochbord- Radwege. Der Wegfall des versetzten Parkens erhöht gegebenenfalls die Geschwindigkeit. Weitere Geschwindigkeitsreduzierungen in der Straße können eine Lösung sein. Alltagstaugliche Stellplatz- anordnung und die Klärung, wer nutzt die Strecke, sind weitere Punkte. Wir haben die Erwartung, dass alle Einwände im Rahmen des Regionalausschusses in die Planungen einbezogen werden und hier nicht über die Köpfe der Bürger hinweg bei einem Millionenprojekt  entschieden wird.

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