Die Flüchtlingsunterkunft Kollaustraße soll ab November Obdachlose beherbergen Fotos: mf

Die Flüchtlingsunterkunft Kollaustraße soll ab November Obdachlose beherbergen Fotos: mf

Eine maßvolle Belegung gefordert

Winternotprogramm nicht voll ausschöpfen

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Ab 1. November sollen in der ehemaligen  Flüchtlingsunterkunft (Kollaustraße 15) Obdachlose zum Schlafen untergebracht werden. Die Anzahl der Plätze sorgt für Kritik. 

In den Containern sollen 252 Plätze in Drei-Bett-Zimmern eingerichtet werden. Bei Bedarf kann die Übernachtungskapazität auf 336 Plätze erhöht werden. Die Bezirksversammlung fordert in einer Stellungnahme nun eine „maßvolle Lösung“.

„Wir begrüßen es, dass der Erfrierungsschutz in unserer Stadt trotz der durch das Auslaufen des Mietvertrages bedingten Schließung des Standortes Schaarsteinweg aufrechterhalten werden kann“, so Ernst Christian Schütt, Lokstedter Abgeordneter der SPD-Fraktion Eimsbüttel. „Zugleich erwarten wir, dass die Anwohner weiterhin umfassend informiert werden und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden.“

Aus diesem Grunde solle der Zugang zur Unterkunft über die Stapelstraße gesperrt und geprüft werden, ob auf die Schlafcontainer verzichtet werden könne, die direkt an die Stapelstraße mit ihren Wohnhäusern angrenzen. Eine konkrete Anzahl der zu reduzierenden Schlafplätze wird in der Stellungnahme nicht genannt.

Ernst Christian Schütt sieht dies als Signal an die Anwohner: „Ob dies nach der bisherigen Praxis des Erfrierungsschutzes und des zu erwartenden Bedarfs möglich ist, bitten wir die Fachbehörde mit unserer Stellungnahme zu prüfen.“ Die Container werden ausschließlich zum Übernachten vom 1. November bis zum 31. März täglich von 17 Uhr bis 9.30 Uhr des Folgetages geöffnet. Die Bezirksversammlung fordert, die Gebäude in den Sommermonaten nicht zu nutzen. Eine solche Nutzung hatte die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration auf ihrer Informationsveranstaltung Ende August allerdings bereits ausgeschlossen. mf

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