Geschafft Annette Meier erlebt mit ihrem Sohn Luis regelmäßig gefährliche Momente in der Holsteiner Chaussee. Sie würde Tempo 30 oder eine Bettelampel bevorzugen Foto: ngo

Geschafft Annette Meier erlebt mit ihrem Sohn Luis regelmäßig gefährliche Momente in der Holsteiner Chaussee. Sie würde Tempo 30 oder eine Bettelampel bevorzugen Foto: ngo

Gefährlicher Schulweg

Ein Zebrastreifen über die Holsteiner Chaussee macht Eltern Angst

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Der Zebrastreifen in der Holsteiner Chaussee, Ecke Burgwedelkamp macht vielen Eltern mit Klein- und Schulkindern Angst. Grund sind viele Autofahrer, die den Fußgängerüberweg offenbar ignorieren.

Wenn Annette Meier ihren Sohn Luis mit dem Fahrrad morgens in die Vorschule im Anna-Susanna-Stieg bringt und zur Mittagszeit wieder abholt, erleben die beiden regelmäßig gefährliche Situationen am Zebrasteifen. „Viele Autos fahren zu schnell und können nicht rechtzeitig bremsen. Die Fahrer rechnen an dieser Stelle offenbar nicht mit einem Zebrasteifen“ sagt Meier. Der Grund könnten die vielen Bäume sein, die in diesem Abschnitt die Verkehrszeichen verdecken. Demnächst sollen die Äste aber geschnitten werden, sagt Polizeihauptkommissar Ingo Naujokat vom Polizeikommissariat 24 (PK 24) auf Wochenblatt-Nachfrage.

Verdeckt Die Verkehrszeichen für den Fußgänger- überweg werden teilweise von den Ästen verdeckt. Viele Autofahrer rechnen an dieser Stelle nicht mit einem Zebrastreifen  Foto: ngo

Verdeckt Die Verkehrszeichen für den Fußgänger- überweg werden teilweise von den Ästen verdeckt. Viele Autofahrer rechnen an dieser Stelle nicht mit einem Zebrastreifen Foto: ngo

Diese Gefahrenmomente hat Annette Meier schon vor einigen Jahren erlebt, als ihre ältere Tochter die Grundschule Anna-Susanna-Stieg besuchte. „Offenbar glauben einige Fahrer, sie müssten nicht anhalten.“ Das kann aber teuer werden. Autofahrer, die für Fußgänger oder Radfahrer nicht anhalten, riskieren ein Strafgeld zwischen 80 und 100 Euro, so Naujokat.

„Natürlich gebe es auch Autofahrer, die sich entschuldigen,“ sagt Meier, „wir wurden aber auch schon massiv angepöbelt.“

Die meisten Eltern bringen ihren Kindern bei, erst dann den Zebrastreifen zu überqueren, wenn die Autos tatsächlich stehen, weiß Annette Meier. Doch die Kinder können ein langsames Auto nicht einschätzen und bleiben verunsichert stehen, erlebt die Schnelsenerin. Für sie wäre ein Tempo-30-Abschnitt oder eine Ampel eine Alternative.

Tempo 30 in diesem Bereich ist nach Einschätzung der Polizei nicht möglich. Dies könne sich ändern, wenn ein neuer Kindergarten, ein Krankenhaus oder ein Altersheim dort eingerichtet würden. Eine Ampel käme nur in Betracht, wenn ein Fußgänger- überweg nicht mehr ausreiche, so Naujokat. Bis dahin werden viele besorgte Eltern in Schnelsen ihre Kinder zur Schule begleiten müssen. ngo

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