Müllproblem Pastor Hendrik Höver von der Niendorfer Kirche und Gabriele Müller, Leiterin der Regenbogen-Kita, bedauern, dass der Zaun aufgestellt werden muss Foto: ngo

Müllproblem Pastor Hendrik Höver von der Niendorfer Kirche und Gabriele Müller, Leiterin der Regenbogen-Kita, bedauern, dass der Zaun aufgestellt werden muss Foto: ngo

Jetzt kommt ein Zaun drum!

Zu viel Partymüll auf dem Kita-Spielplatz – Kirche zieht Konsequenz

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Die Spielfläche hinter der Kirche am Markt gehört der Ev.-Luth. Kindertagesstätte Regenbogen an der Kollaustraße. Bislang war das Spielgelände für alle Kinder öffentlich zugänglich. Das wird sich ändern.

 

Der Spielplatz liegt idyllisch zwischen Kirche und Friedhof, direkt am Eingang zum Niendorfer Gehege. „Auf unserem Spielplatz gehen wir mit unseren Kita-Kindern jeden Tag. Nachmittags und am Wochenende ist der Platz ein beliebter Treffpunkt für Kinder aus der Nachbarschaft,“ sagt Kita-Leiterin Gabriele Müller. Doch seit Juni müssen die Kita-Mitarbeiterinnen jeden Morgen erst mal „Großreinemachen“. Das Problem: Kippen, zerbrochene Alkoholflaschen, Feuerzeuge und anderer Partymüll liegen auf dem Gelände. „Häufig müssen wir den Sand nach Glasscherben und Zigaretten sieben, bevor die Kinder spielen können,“ sagt Müller.

Traurige Ausbeute Bevor die Kinder spielen dürfen, müssen die Erzieherinnen den Spielplatz vom täglichen Müll befreien   Foto: Kita Regenbogen

Traurige Ausbeute Bevor die Kinder spielen dürfen, müssen die Erzieherinnen den Spielplatz vom täglichen Müll befreien Foto: Kita Regenbogen

Bislang war der kircheneigene Spielplatz, der von 9 bis 14 Uhr der Kita vorbehalten ist, zu den anderen Zeiten für alle Kinder im Stadtteil zugänglich. Es sind offenbar junge Erwachsene, die den Spielplatz als Partyfläche nutzen, so die Beobachtung von Kita und Kirche. „Wir haben immer wieder mit den Personen, die wir nachmittags auf unserem Gelände rauchend angetroffen haben, gesprochen. Doch es hat nicht gefruchtet,“ so die Kita- Leiterin. Die Konsequenz: Der Spielplatz wird eingezäunt. „Wir bedauern diese Entscheidung, aber es ist für unsere Kita-Kinder zu gefährlich,“ sagt Pastor Hendrik Höver. „Der Zaun soll eine klare Barriere schaffen und das Gelände vor allem abends und nachts vor unbefugter Nutzung schützen.“

Trotzdem lässt die Kirche ein „Hintertürchen“ offen. Das Zaun-Tor soll für alle Niendorfer Kinder nachmittags und am Wochenende geöffnet sein. Für große Veranstaltungen wie den ökumenischen Gottesdienst wird der Zaun zeitweise demontiert. Kita und Kirche hoffen mit diesem Kompromiss das Müllproblem zu lösen und gleichzeitig allen Familien den Spielplatz zu erhalten.

„Bislang hatten wir keine Kenntnis davon, aber wir werden uns mit der Kita und der Kirche in Verbindung setzen, um eine praktikable und einvernehmliche Lösung zu finden,“ sagt Ralph Poluda, stellvertretender Leiter vom Polizeikommissariat 24 auf Wochenblatt-Nachfrage. Mögliche Maßnahmen: unangekündigte Kontrollgänge durch den zuständigen Bürgernahen Beamten, der Einsatz einer Doppelstreife oder Zivilstreife in den Abend- und Nachtstunden und die Hinzuziehung des Jugendschutzes. ngo

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