Vorbereitung Vor den eigentlichen Markierungsarbeiten wird die Straßenfläche gereinigt Fotos: ngo

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Gegen Raser in Wohnstraße

Im Grotkoppelweg in Niendorf gilt eine neue Parkplatzregelung

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In ihrer Straße gilt Tempo 30. Viele Autofahrer fahren aber schneller. Deshalb fordern Anwohner verkehrsberuhigende Maßnahmen. Polizei und Bezirk haben reagiert. Doch mit der Lösung sind nicht alle zufrieden.

 

Der Grotkoppelweg in Niendorf ist eine Verbindungsstraße zwischen Garstedter Weg und Rahweg. Viele Autofahrer nutzen die Tempo-30-Straße als Abkürzung. Aber damit nicht genug. In den Ferien steigt der Durchgangsverkehr stark an. Der Grund sind die Saisonparkplätze des Hamburger Flughafens. Die Anwohner sind sauer.

Schon 2016 wurden im Rahmen von Verkehrskontrollen in Spitzenzeiten 3400 Fahrzeuge gezählt, die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 km/h dort unterwegs waren. Eindeutig zu schnell, wie Thomas Piper, Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr beim zuständigen Polizeikommissariat (PK) 24, damals bestätigte (das Wochenblatt berichtete).

Zu eng Andreas  Oestreich befürchtet, dass er durch die neuen Parkplätze gegenüber seiner Einfahrt Probleme beim Rein- und Rausfahren bekommt

Zu eng Andreas Oestreich befürchtet, dass er durch die neuen Parkplätze gegenüber seiner Einfahrt Probleme beim Rein- und Rausfahren bekommt

Als verkehrsberuhigende Maßnahme hat das PK 24 jetzt sogenannte alternierende Parkstände angeordnet und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Eimsbüttel umgesetzt. Das Parken auf den nicht durch weiße Balken gekennzeichneten Flächen ist damit untersagt – im Ernstfall droht ein Strafticket. Für Anlieger Kai Callesen eine gute Maßnahme: „Durch das seitlich versetzte Parken können Autofahrer nicht mehr durch unsere Tempo-30- Straße rasen.“

Nach Asphaltierungsarbeiten wurden vergangene Woche die neuen Parkflächen von dem Bezirksamt und dem PK 24 überprüft und durch die zuständige Baufirma markiert.  Mit der neuen Anordnung können nun sogar 22 Fahrzeuge in der Straße parken, erklärt Polizeihauptkommissar Ingo Naujokat vom PK 24. Bislang waren es knapp 20 Fahrzeuge.

August Der Grotkoppelweg vor den Bauarbeiten. Der Durchgangsverkehr konnte teils ungehindert durch die Wohnstraße rasen

August Der Grotkoppelweg vor den Bauarbeiten. Der Durchgangsverkehr konnte teils ungehindert durch die Wohnstraße rasen

Doch kaum sind die Parkflächen markiert, gibt es Kritik. „Die Anordnung der Parkfläche ist unsinnig,“ sagt Anwohner Norbert Nolte. Er versteht nicht, warum er nicht wie gewohnt vor seinem Haus parken darf. Auch sein Nachbar Andreas Oestreich sieht Verbesserungsbedarf. „Gegenüber von unserer Einfahrt parken jetzt Autos. Da komme ich kaum noch mit dem Kombi plus Anhänger vom Grundstück und umgekehrt. Mit dem Wohnwagen ist das unmöglich.“ Beide finden die Verkehrsberuhigung gut, „die Umsetzung ist aber schlecht, die Parkflächen müssen anders angeordnet werden,“ sagt Nolte.

In den kommenden Wochen werden Polizeibeamte vom PK 24 öfter vor Ort sein – auch um das Gespräch mit den Anwohnern zu suchen. ngo

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