Sie haben den Plan Andrea Kühne und Thorsten Scheffner sehen Veränderungen vor allem als Chancen Foto: kk

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Schule mit Zukunft

Stadtteilschule Niendorf entwickelt sich stetig weiter

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Seit acht Jahren ersetzen Stadtteilschulen Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Anfangs mit Skepsis betrachtet, entscheiden sich jetzt schon beinahe so viele Familien für diese Schulform wie für das Gymnasium. Auch die Stadtteilschule Niendorf freut sich über hohe Anmeldezahlen. Mit dem mehrere Millionen teuren Neubau ist sie bald auch räumlich optimal aufgestellt.

 

Schön, wenn’s fertig ist Die Paul-Sorge-Straße 133 erhält ein neues Gesicht Foto: me di um Architekten

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Mit der neuen Schulleitung sind bereits seit diesem Februar überzeugte Anhänger des Konzepts Stadtteilschule im Amt. Schulleiterin Andrea Kühne sagt, sie stehe hinter der Schule für alle und finde es ungeheuer wichtig, dass alle Schüler zusammen lernen können und dass sie von Jahrgang 5 bis Jahrgang 9 in einer festen Gruppe bleiben. „Wir unterstützen Kinder, die es schwerer haben beim Lernen, und wir sind genauso für diejenigen da, die ihre Begabung haben.“ Dieses soziale Miteinander, das die Schüler ja später im Leben auch erfahren, stärke ihr Selbstwertgefühl. Daher appelliert Andrea Kühne an die Eltern: „Entscheidet Euch doch dafür, Eure Kinder ab Jahrgang 5 an die Stadtteilschule zu geben, damit sie nicht den Umweg, der ihnen überhaupt nicht gut tut, machen müssen.“ Allein im letzten Schuljahr mussten nach Angaben der Hamburger Schulbehörde rund 900 Sechstklässler das Gymnasium verlassen, weil sich die Anforderungen auf dem Weg zum Abitur nach acht Jahren als zu hoch erwiesen. An Stadtteilschulen haben die Kinder mehr Zeit. Thorsten Scheffner, stellvertretender Leiter der Stadtteilschule Niendorf, erklärt: „Wir nutzen dieses Zusatz-Jahr natürlich, um Wissen in der Breite zu vermitteln, damit die Kinder auf einem guten Fundament stehen. Aber wir nutzen die Zeit eben auch, um die Klassen- und die Schulgemeinschaft zu stärken. Schüler- und Elternvertretung ist uns nicht lästig, sondern wichtig – auch in Zeiten des Neubaus. Hier lernen die Schüler, dass sie Einfluss nehmen können.“ Der Umzug in das neue, moderne Gebäude erfolgt planmäßig noch in diesem Jahr. Zumindest noch in diesem Schuljahr soll der Neubau auch offiziell eröffnet werden – wenn alte Gebäudeteile abgerissen und die Außenanlagen gestaltet sind. Die Schule mit ihren rund 1000 Kindern und mehr als 100 Pädagogen erhält nicht nur mehr Räume, sondern vor allem eine klarere räumliche Ordnung, so das zuständige baubüro.eins. Und noch einen Vorteil bietet der Neubau: „Wir können endlich alle Preise zeigen, mit denen wir für unser Engagement als MINT-, Kultur-, Umwelt- und Klimaschule schon ausgezeichnet wurden“, so Schulleiterin Andrea Kühne mit einem Augenzwinkern. kk

 

Kurzvita

Andrea Kühne hat die Schulleitung am 1. Februar 2018 übernommen. Zuvor war sie Schulleiterin an verschiedenen Grundschulen und zuletzt Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7 an der Stadtteilschule Lohbrügge. Auch ihr Stellvertreter, Thorsten Scheffner, ist neu an der Stadtteilschule Niendorf. Er kommt von der Wilhelmsburger Nelson-Mandela-Schule, wo er Abteilungsleiter für die Jahrgänge 8 bis 10 war.

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