Temporär Die Rettungswache Schnelsen mit zwei Rettungsfahrzeugen in der Oldesloer Straße (Foto: offizielle Einweihung März 2018) ist nur eine provisorische Lösung bis ein dauerhafter Standort für eine Feuer- und Rettungswache in Schnelsen gefunden wurde Foto: ngo

Temporär Die Rettungswache Schnelsen mit zwei Rettungsfahrzeugen in der Oldesloer Straße (Foto: offizielle Einweihung März 2018) ist nur eine provisorische Lösung bis ein dauerhafter Standort für eine Feuer- und Rettungswache in Schnelsen gefunden wurde Foto: ngo

Wann kommt die Wache?

Standortsuche für eine neue Feuer- und Rettungswache dauert an

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Seit Jahren verläuft die Suche nach einem Standort für die Feuer- und Rettungswache Schnelsen ohne Erfolg. Nun sind zwei Flächen in näherer Betrachtung. Diese Standorte haben aber einen Haken.

 

Nachdem 2016 das Areal am Wunderbrunnen in Schnelsen für eine städtische Feuer- und Rettungswache verworfen wurde, steigt bei den Schnelsenern die Sorge, dass in einem Unglücksfall eine effektive Rettungsversorgung in ihrem Stadtteil nicht möglich ist. Zwar gibt es in der Holsteiner Chaussee eine provisorische Rettungswache mit zwei Rettungsfahrzeugen, die nächste städtische  Feuerwache ist aber in Stellingen. Durch den Bau des Schnelsen-Tunnels hat sich die Lage verschärft. Die CDU Eimsbüttel hat in einer Anfrage an das Bezirksamt Eimsbüttel um Aufklärung gebeten.

15 Standorte geprüft

In ihrer Antwort teilt die zuständige Behörde für Inneres und Sport Hamburg mit, dass 15 Standorte für eine dauerhafte Lösung geprüft wurden. Doch nicht alle Standorte erfüllten die notwendigen Anforderungen.

Problematisch ist auch die Grundstücksgröße. Zwischen 6500 bis 7000 Quadratmeter sind für den Neubau notwendig, um alle zehn Fahrzeuge und Räumlichkeiten für die 196 Mitarbeiter am künftigen Standort Schnelsen unterbringen zu können, so Werner Nölken, Sprecher der Feuerwehr Hamburg, auf Wochenblatt-Nachfrage.

Landschaftsschutz

Aktuell seien zwei Standorte am Schleswiger Damm, zwischen Sassenhof und der A7-Auffahrt Schnelsen in Richtung Norden, in näherer Betrachtung, teilt die Innenbehörde mit: „Beide Standorte erfüllen die erforderlichen Kriterien und befinden sich zudem im Eigentum der Stadt.“ „Leider ist in der Antwort nicht deutlich formuliert, dass diese Standorte im Landschaftsschutzgebiet liegen. Eine Bebauung ist dort grundsätzlich ausgeschlossen,“ bemängelt Rüdiger Kuhn, Vorsitzender der CDU-Fraktion Eimsbüttel. Er könne sich höchsten aus  Sicherheitsgründen eine Ausnahme vorstellen.

Die Behörde rechnet laut ihrer Antwort mit einer Bauzeit von 27 bis 30 Monaten. Das sei kein Problem, da in einem Unglücksfall die Feuerwehr Stellingen den Bereich rund um den Schnelsen-Tunnel innerhalb von acht Minuten erreichen könne. Die CDU Eimsbüttel hält dagegen: „Aus unserer Sicht war es unverantwortlich, mit dem Deckel-Bau zu starten, ohne eine Lösung für die Feuerwehr zu haben. Wir waren an der Strecke und die ist ein Pulverfass. Wir hoffen auf schnelle Abhilfe, bevor es zur Katastrophe kommt,“ sagt CDU-Bezirkspolitikerin Silke Seif.   ngo

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