Michael Eggenschwiler Foto: Michael Penner

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Fluglärm wieder im Fokus

Keine längere Nachtruhe am Hamburger Flughafen

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Flughafenanwohner sollen mit 21 verschiedenen Maßnahmen vor Fluglärm geschützt werden. Ein längeres Nachtflugverbot ist jedoch nicht dabei.

 

In begründeten Ausnahmefällen sollen Flugzeuge auch weiterhin bis 0 Uhr landen dürfen. Darauf einigten sich die Hamburger Regierungsfraktionen von SPD und Grünen. Anwohner und der BUND hatten ein striktes Start- und Landeverbot ab 22 Uhr gefordert. Dieses wurde von SPD und Grünen jedoch abgelehnt, da es weder im Sinne des Wirtschaftsstandortes Hamburg noch der Urlauber sei. Bei Starts und Landungen nach 23 Uhr will die Stadt strenger eine Erlaubnis prüfen. Hierfür soll eine Gebühr von 500 Euro erhoben werden. Unabhängig vom Grund der Verspätung werden für die Airline nach 23 Uhr deutlich höhere Entgelte fällig. Dennoch nahm die Zahl der Verspätungen seit Jahresbeginn um rund 20 Prozent zu. Zuletzt am 8. September berichtete Anwohner Lothar Galka aus Niendorf von einer „Fluglärmhölle“: „Die Niendorfer Bevölkerung wurde mit dem Lärm von mehr als 410 Flugbewegungen gequält, davon 34 während der Nacht. Nach 23 Uhr erfolgten noch 12 Starts und Landungen.“ Anwohnern in der Einflugschneise sollen laut Maßnahmenpaket lärmschützende Fenster angeboten werden.  „Der Hamburger Flughafen ist sich seiner Verantwortung für die Nachbarn und Anwohner bewusst. Auch uns ist es ein Anliegen, Verspätungen nach 23 Uhr zu reduzieren. Der Flughafen hat jedoch auch die Aufgabe, Mobilität für Hamburg und die Metropolregion sicher zu stellen. Das Ergebnis ist ein fairer Ausgleich der Interessen, dem wir gut folgen können“, kommentierte Michael Eggenschwiler (Vorsitzender der Geschäftsführung Hamburg Airport) den Senatsbeschluss. mf

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