Achtung, Astbruch!

Behörde bittet um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht im Wald

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Infolge der ungewöhnlichen Wetterentwicklung der letzten Monate besteht nach aktueller Einschätzung der Behörden weiterhin eine hohe Gefahr unvorhersehbarer Astabbrüche.

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bittet deshalb darum, vor allem beim Aufenthalt im Wald und an den Waldrändern sehr achtsam zu sein und bei heftigen Winden und Stürmen diesen nicht zu betreten.

Zwei Faktoren wirken sich in diesem Jahr dabei stabilitätsmindernd auf die Äste aus, so Sven Wurster, Revierförster im Niendorfer Gehege: „Einerseits sind Astabbrüche auf die langanhaltende Dürre zurückzuführen, welche die Bäume unter einen sogenannten Trockenstress setzt. “Dieser könne zu einer Unterbrechung der Wasserzufuhr in den Leitungsbahnen führen und in der Folge als Anpassungsreaktion zum Abwurf grüner Äste.

Andererseits haben einige Baumarten in diesem Jahr zusätzlich viele Früchte entwickelt. Dies führe insbesondere bei Bäumen mit schweren Einzelfrüchten zu enormen Lasten, die dann durch den Trockenstress vorgeschädigte Äste nicht mehr halten können.

Betroffen sind vor allem Eichen, bei denen in diesem Jahr verstärkte Grünastabbrüche zu verzeichnen sind. „Auch wenn die Blätter weiterhin grün und weiterhin ausreichend mit Wasser versorgt scheinen, sind sie in Wirklichkeit jedoch komplett trocken“, betont Sven Wurster.

Starkregen-Ereignisse, stärkere Winde oder gar Stürme können die Bäume zusätzlich mechanisch belasten und damit die Gefahr von Ast-, Kronen- oder Baumabbrüchen nochmals beträchtlich verstärken, warnt die Behörde. kh

 

App für Hilfe

 

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation empfiehlt die App „Hilfe im Wald“. Im Unglücksfall ermöglicht sie das Aufsuchen des nächstgelegenen Rettungstreffpunkts und informiert die Rettungsleitstelle darüber. Weitere Informationen zu der App unter www.intend.de/produkte/hilfe-im-wald/ kh

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