Die Reihenhäuser aus den 1950er Jahren werden abgerissen Foto: mf

Quartier in Lokstedt wird erweitert

Buchdrucker Baugenossenschaft plant Neubauten in Hinter der Lieth

Archiv| Views: 212

Die Mehrfamilienhäuser der Buchdrucker Baugenossenschaft in Hinter der Lieth haben wesentliche Mängel. Da eine Sanierung sich nicht lohnt, wird abgerissen und neu gebaut.

Das Quartier Hinter der Lieth 4 – 10 in Lokstedt beherbergt 50 Wohnungen, die im Jahr 1958 bezogen wurden. Vor zehn Jahren begann die Baugenossenschaft mit Planungen zu Veränderun- gen des Quartiers. Die Bewohner wurden informiert, neue Mieter erhielten seit 2008 nur noch Zeitmietverträge. Nun stehen die Wohnungen fast vollständig leer und warten auf den Abriss. Eine umfassende Sanierung der 50 Wohnungen wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll und würde wesentliche Mängel und Nachteile der Gebäude nicht beseitigen können. Als nachhaltigere Alternative erwies sich laut Baugenossenschaft die grundlegende Neuentwicklung des Quartiers.

Im Frühjahr 2015 stellte der Vorstand die Planungen vor, Mitglieder und Mieter mit Zeitmietverträgen seien bei der Suche nach Ausweichwohnungen unterstützt worden. „Aktuell wohnt noch eine Familie in der Wohnanlage. Diese Familie hat ab dem 15. September auch schon eine neue Wohnung bei den Buchdruckern. Für die Zeit der Einrichtung und des Umzugs kann die Familie aber noch bis zum 31. Oktober in der Wohnanlage Hinter der Lieth wohnen“, erklärt Sebastian Schleicher vom Vorstand der Buchdrucker Baugenossenschaft. „Der Abbruch soll möglichst im November abgeschlossen sein. Direkt im Anschluss beginnen wir mit dem Neubau, sofern es die Witterung zulässt. Unser Ziel ist eine Bezugsfertigkeit bis spätestens Frühjahr 2020.“

Die neue Bebauung soll in Form und Anordnung der alten ähneln, hinzu kommt aber ein weiteres Gebäude. Die sechs neuen, dreigeschossigen Wohngebäude bieten dann Platz für 78 Wohnungen mit zwei bis dreieinhalb Zimmern. Da sich das Grundstück im Eigentum der Buchdrucker Baugenossenschaft befindet, könnten die Neubauwohnungen laut Baugenossenschaft „im Vergleich zu anderen Bauvorhaben in Hamburg zu verhältnismäßig günstigen Mietpreisen angeboten werden.“ Ein Teil der Wohnungen würde öffentlich gefördert.    mf

Comments are closed.