Gemeinsam stark für die Stadtteilgeschichte: Georg Winter (Mitte) mit den Forum-Kollau-Mitgliedern Dr. Sebastian Dorsch (li.) und Joerg Kilian Foto: Forum Kollau

Das steckt hinter den Straßennamen

Ein geschichtsinteressierter Lokstedter sponsert zehn Ergänzungsschilder mit Erläuterungen

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Siemersplatz, Vogt-Wells-Straße oder Mutzenbecherweg – die Lokstedter Straßennamen sind vielen Stadtteilbewohnern geläufig. Aber wer steckt eigentlich hinter den Namen?

Auf zehn Schildern gibt es nun Erklärungen. Zu verdanken sind die ergänzenden Informationen unter den Straßenschildern dem finanziellen und zeitlichen Engagement des Lokstedters Georg Winter und dem Forum Kollau, Geschichtsverein für Niendorf, Lokstedt und Schnelsen. Zwei Erläuterungstafeln existierten bereits zu den Straßen Siebenschön und Grelckstraße. Georg Winter gab sich damit nicht zufrieden, da es sich bei Hans Grelck „um einen Vogt von Niendorf handelte und bei Siebenschön um ein Märchen.“

Letzteres wurde von dem Weimarer Schriftsteller und Bibliothekar Ludwig Bechstein aufgeschrieben. Georg Winter und das Forum Kollau hingegen wollten alte Lokstedter Familien und Vögte in den Fokus nehmen. So kam es zu der Auswahl der Namen Sottorf, Münster, Mutzenbecher, Amsinck, Willink, Siemers, Behrmann, Vogt-Wells, Emil-Andresen und Stapel. Am Siemersplatz ist zu erfahren, dass der Verkehrsknotenpunkt nicht nach Edmund Siemers benannt ist, sondern nach Lokstedts stellvertretendem Gemeindevorsteher Heinrich Siemers (1865 – 1949).

Hinter den Namen Sottorf und Münster verbergen sich alteingesessene Lokstedter Bauernfamilien und Namensgeber für die Stapelstraße ist Dr. Franz Stapel (1595 – 1657), Amtmann in Pinneberg. „Ohne den Geschichtsverein wäre das als Ein-Mann-Initiative nicht machbar gewesen“, resümiert Georg Winter. Der engagierte Lokstedter hat sich schon einmal um die Erhaltung historischer Spuren verdient gemacht. Vor vier Jahren sponserte er die Restaurierung des Lokstedter Gedenksteines „Up ewig ungedeelt“. mf

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