Die Schadstelle im Lokstedter Steindamm musste weiträumig abgesperrt werden Foto: mf

Explosionsgefahr in Lokstedt

Ein Gasleck legte den Verkehr im Lokstedter Steindamm für Stunden lahm

Archiv, Lokstedt| Views: 205

Explosionsgefahr am Lokstedter Steindamm. Wegen einer angebaggerten Gasleitung musste die Hauptverkehrsstraße auf Höhe Lokstedter Steindamm 55 am Donnerstagmorgen zwischen Siemersplatz und Martinistraße weiträumig abgesperrt werden.

Angrenzende Gebäude, da- runter die Kita Kinderstadt Lokstedt, mussten evakuiert werden. Verursacher war ein Baggerfahrer, der bei Erdarbeiten ein etwa fünf Zentimeter großes Loch in eine 80 Millimeter starke Hauptgasleitung schlug. Die Feuerwehr maß bei dem ausströmenden Gas eine akute Explosionsgefahr und evakuierte deshalb umgehend sowohl die Kita als auch das angrenzende dreigeschossige Wohnhaus. „Die Räumung verlief absolut pro- blemlos, ganz geordnet und in aller Ruhe“, bilanziert Einsatzleiter Jens Neumann nach dem Einsatz.

26 Feuerwehrleute

Die Verteilung des Gasaustritts wurde mithilfe eines Wassersprühnebels begrenzt. Ein Bautrupp von Gasnetz Hamburg, der von Feuerwehrleuten in kompletter Schutzkleidung mit zwei 50-Kilogramm-Pulverlöschern gesichert wurde, reparierte das Leck und prüfte anschließend, ob in den evakuierten Gebäuden noch eine Gaskonzentration nachweisbar war. Der Einsatz, an dem insgesamt 26 Einsatzkräfte der Feuerwehr beteiligt waren, dauerte mehr als dreieinhalb Stunden.

Stau durch Vollsperrung

Auf eine Geduldsprobe stellte der Einsatz Autofahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Im Grandweg staute sich der Verkehr und die hochfrequentierte Metrobuslinie 5 musste umgeleitet werden. Beeinträchtigt wurden auch die Buslinien 22, 39 und 281.
Gegen 15 Uhr waren die Arbeiten an dem defekten Gasrohr beendet. mf

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