Sind mit viel Eifer stets im Einsatz: das Schulsanitäter-Team der Stadtteilschule Niendorf unter der Leitung von Kathrin Nierle (4. v. re) Foto: kn

Erste Hilfe schon in der Schule lernen

Schulsanitäter ­– eine Basis für die Zukunft

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An Hamburgs Schulen sind jährlich etwa 24 400 Kinder und Jugendliche in Schulunfälle verwickelt, wie es aus der aktuellen Statistik der Unfallkasse Nord hervor geht. Es gibt Situationen, bei denen manchmal jede Sekunde zählt und vor Ort sofort geholfen werden muss. Ohne den Schulsanitätsdienst (SSD) würde so mancher Unfall schlimmer ausgehen.

Schulsanitätsdienst ist deshalb ein wichtiger Teil des Schulalltages. SSDler zu sein bedeutet aber viel mehr als Erste Hilfe anwenden zu können. Auch an der Stadtteilschule Niendorf leisten freiwillige Helfer professionell Erste Hilfe.

Gute Kooperation 

Sozialpädagogin Kathrin Nierle kennt sich mit Notfällen gut aus. Sie ist bis vor kurzem noch selbst nebenberuflich als Rettungssanitäter für die ASB-Rettungswache Niendorf gefahren und ist für den Ortsverband Eimsbüttel ehrenamtlich im Rettungsdienst aktiv.   „Durch meine Mitarbeit in beiden Institutionen haben wir eine gute Kooperationsbasis für die Ausbildung der SSDler gefunden.” 12 Schulsanitäter sind derzeit an der Stadtteilschule Niendorf im Einsatz.

Fortbildungen

Rachel Jensen (16) ist eine von ihnen. Sie ist bereits im dritten Jahr Schulsanitäterin und kennt die ganze Bandbreite der Aufgaben. Viele Male hat sie schon Pflaster auf Schürfwunden geklebt, Verbände angelegt, Verstauchungen behandelt, getröstet und auch schon schwerwiegende Situationen gemeistert bis der Rettungswagen kam. „Ich habe mir schon überlegt, beruflich eine Ausbildung beim ASB zu machen. Es macht mir Freude, Menschen zu helfen”, erklärt Rachel.Über das Schuljahr werden die ehrenamtlichen Helfer regelmäßig fortgebildet und üben verschiedene Einsatz-Szenarien.

Auch der gesellige Teil kommt nicht zu kurz. „Die Kids sind extrem engagiert”, freut sich Kathrin Nierle. „Sie spenden viel Zeit für diese Tätigkeit und sind wirklich gut in dem, was sie tun. Seit dem letzten Schuljahr betreuen wir nicht nur unsere eigenen Events, sondern auch Bezirkssportveranstaltungen, wie den Waldlauf im Niendorfer Gehege.”
Perspektiven Durch die gezielte Übertragung von Verantwortung können die jungen Helfer ihr Selbstbewusstsein stärken, im Team arbeiten und voneinander lernen. Viele Jungsanitäter bleiben auch nach der Schule bei Wohfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen im Einsatz. Hilfsbedürftige Menschen gibt es schließlich überall. kn

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