Die provisorische Ablaufrinne vor dem Grundstück von Joachim Wriede wurde bislang nicht gefüllt. Auch das defekte Ablaufrohr wurde nicht ersetzt und die ausgehobene Erde liegt immer noch vor dem Gartenzaun Fotos: ngo

Die provisorische Ablaufrinne vor dem Grundstück von Joachim Wriede wurde bislang nicht gefüllt. Auch das defekte Ablaufrohr wurde nicht ersetzt und die ausgehobene Erde liegt immer noch vor dem Gartenzaun Fotos: ngo

Das lange Warten auf Antwort

Auch Kleingärtner Joachim Wriede kämpft in Niendorf mit verstopften Ablaufgräben und -rohren

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Seit November 2017 trägt Joachim Wriede regelmäßig beim zuständigen Wegewart sein „Grabenproblem“ vor. Bislang erfolglos – das Bezirksamt Eimsbüttel widerspricht dem Schnelsener.

 

Seit mehr als 20 Jahren ist Joachim Wriede Pächter eines Gartengrundstücks in Niendorf in der Straße Lehmoor, Ecke Reitbahn. Wie viele andere Menschen in Schnelsen und Niendorf hatte auch der 54-Jährige in den vergangenen Herbst- und Wintermonaten auf Grund der langen und starken Regenphasen mit Überschwemmungen zu kämpfen. Einer der Hauptgründe für die Überflutung seien die verstopften Verrohrungen zwischen den Grabenschnitten und nicht gepflegten Ablaufgräben vor seinem Gartenzaun gewesen, so Herr Wriede. „Wenn wir durch die Gartentür auf unser Grundstück wollten, sackten wir zentimetertief ein. Auf dem Rasen hatten sich kleine Seen gebildet. Ohne Gummistiefel ging nichts,“ sagt der 54-Jährige. Am 13. November wandte sich Wriede deshalb an den zuständigen Wegewart, schickte Fotos und bat um Abhilfe. Der Wegewart teilte nach weiteren Anfragen im November und Dezember 2017 mit, dass er das Problem an den zuständigen Mitarbeiter im Bezirksamt Eimsbüttel weitergeleitet habe, so Wriede. Als im Januar immer noch nichts passiert war, habe ein Garten- Nachbar die Initiative ergriffen und parallel zum verstopften Ablaufrohr einen kleinen Wasserablauf zum nächsten größeren Einlauf ausgehoben. „Danach floss ein Großteil vom Regenwasser ab und die Grundstücke waren wieder halbwegs begehbar,“ erzählt Wriede. Im Januar habe der Wegewart gesagt, man müsse den Frost abwarten, so Wriede. Doch seitdem liegt das ausgehobene Grabenstück offen und das richtige Ablaufrohr, das daneben unter der Erde liegt, sei wohl immer noch verstopft, vermutet der Kleingärtner. Auf seine erneute Nachfrage beim Wegewart Anfang Mai und eine Mail an das zuständige Fachamt Anfang Juni habe er bis heute keine Reaktion erhalten, sagt Wriede.

Auf Anfrage vom Wochenblatt widerspricht das Bezirksamt dem Gartenpächter. Bezirksamtssprecher Kay Becker sagte, den Vorwurf, dass Bezirksamt reagiere nicht auf Anfragen und unternehme nichts, können er nicht bestätigen. „Gleichwohl wollen und werden wir uns beim Thema Erreichbarkeit und Rückmeldung bei Hinweisen und Beschwerden verbessern.“ Zudem sei eine Grabenreinigung zwischen Februar und März erfolgt, so Becker. Ein weiterer Graben, der zwischen den Straßen Lehmoor und Beckstedtweg liegt, sei ebenfalls völlig verstopft. Da dieses Flurstück dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) gehöre, sei der LIG der Ansprechpartner für die Kleingärtner, erklärt Kay Becker. Gleichwohl habe das Bezirksamt im Juli den LIG angeschrieben und auf den Missstand aufmerksam gemacht, so Becker weiter. Joachim Wriede will diese Aussagen nicht bestätigen. Es hätten zwar Arbeiten nach einem Wasserrohrbruch stattgefunden, allerdings am anderen Ende von der Straße Lehmoor in Richtung Gartenverein Hasenheide, sagt Wriede. „Auf Höhe der Hausnummer 1, vor meinem Grundstück, wurde bislang nicht gearbeitet,“ sagt Gartenpächter Wriede, im August. ngo

Notlösung Joachim Wriede (oben) zeigt die Rinne im Graben, die ein Gartennachbar neben dem defekten Ablaufrohr  ausgehoben hat, so dass das Wasser ablaufen konnte

Notlösung Joachim Wriede (oben) zeigt die Rinne im Graben, die ein Gartennachbar neben dem defekten Ablaufrohr ausgehoben hat, so dass das Wasser ablaufen konnte

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