Verärgert Anwohner Andreas Hertwig versteht nicht, warum das Bezirksamt den Grünstreifen durch einen Grandbelag ersetzt hat Foto: ngo

Verärgert Anwohner Andreas Hertwig versteht nicht, warum das Bezirksamt den Grünstreifen durch einen Grandbelag ersetzt hat Foto: ngo

Wie ein Flickenteppich

Gehwegsanierung an der Heidlohstraße verärgert die Anwohner

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Das Bezirksamt Eimsbüttel hat Ende Juni an der Schnelsener Heidlohstraße ein Teil des Gehwegs neu verlegt und dabei auch den Grünstreifen durch eine grau-braune Grandschicht ersetzt. Der neue Belag ist bereits stellenweise aufgebrochen.

 

Andreas Hertwig ärgert sich über das Ergebnis der Bauarbeiten vor seiner Haustür. „Es stimmt, dass in Höhe der Hausnummern 92-98 die Gehwegplatten uneben waren. Vor meiner Haustür gab es keine Stolperfallen,“ sagt der 63-Jährige, der seit 1957 in der Heidlohstraße lebt. „Als die Platten neu verlegt waren, lagen sie plötzlich zwei Zentimeter höher, so dass zu meinem Eingang und Einfahrt zwei Stolperkanten entstanden sind. Erst auf Nachdruck von mir wurden die Gehwegplatten auf das alte Niveau gebracht.“ Trotz mehrfacher Nachfrage von Hertwig wurde eine bis dahin intakte Gehwegplatte, die durch die Bauarbeiten gespalten wurde, nicht ersetzt. „Die haben die zwei Teile der kaputten Platte einfach wieder vor meiner Einfahrt verlegt.“

Grünstreifen Vor der Sanierung in der Heidlohstraße trennte ein Rasenstreifen Rad- und Gehweg voneinander Foto: privat

Grünstreifen Vor der Sanierung in der Heidlohstraße trennte ein Rasenstreifen Rad- und Gehweg voneinander Foto: privat

Besonders verärgert ist der Schnelsener über den Wegfall des Grünstreifens, der bislang den Gehweg vom Radweg getrennt hat. Das Grün wurde durch einen Grandbelag ersetzt. „Optisch eine Katastrophe und praktisch voller Nachteile,“ so Hertwig. Der Rasen habe besonders im Herbst wie eine Laubbremse funktioniert und die Blätter der Straßenbäume vom Grundstück ferngehalten. „Dabei haben wir die Grünstreifen auf Eigeninitiative regelmäßig gemäht. Auf einer Länge von 300 Metern liegen Grandboden, Grünstreifen, Grandboden, Grünstreifen und dazwischen Gehwegplatten – ein absoluter Flickenteppich.“ Nur wenige Tage nach den Bauarbeiten sind Abschnitte von dem neuen Grandbelag aufgebrochen. „Die habe die Abschnitte nicht abgesperrt, so dass bereits beim Austrocken der Grandmasse tiefe Spuren durch Fahrradreifen entstanden sind.“ Das Regenwasser konnte bereits nicht mehr wie früher im Grünstreifen versickern und bildete teils tiefe Pfützen im Übergang zu den Platten (s. Foto). „Wo soll

Versiegelt Das Regenwasser kann nicht mehr wie früher im Rasenstreifen versickern und staut sich auf dem Geh- und Radweg Foto: ngo

Versiegelt Das Regenwasser kann nicht mehr wie früher im Rasenstreifen versickern und staut sich auf dem Geh- und Radweg Foto: ngo

das ganze Regenwasser hin, wenn es im Herbst und Winter tagelang regnet,“ fragt sich Hertwig.

Das Bezirksamt  Eimsbüttel kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Wir haben hier die Gefahrenstellen beseitigt und einen Belag auftragen lassen, der die Stolperfallen für Passanten nachhaltig beseitigt. Die Arbeiten wurden fachlich korrekt ausgeführt,“ sagt Bezirksamtssprecher Kay Becker. Bei dem Rasenstreifen zwischen Geh- und Radweg „handelt sich um mit der Zeit durchgewachsene Grandflächen, welche wieder in Grand hergestellt wurden,“ erklärt der Behördensprecher. Auch für den von Hertwig kritisierten „Flickenteppich“ zwischen Geh- und Radweg gibt es „weder früher noch heute einen bezweckten Grund, sondern ist mit der Zeit so entstanden“, so Becker.

Auf die Fragen wann die kaputte Gehwegplatte vor dem Hertwig-Grundstück ausgetauscht und ob der bereits aufgebrochene Grandbelag erneuert wird, sagte Bezirksamtssprecher Kay Becker auf Wochenblatt-Nachfrage: „Die Maßnahmen sind vor wenigen Tagen erst abgeschlossen worden. Sollten Mängel am Gehweg oder auf Grund einer mangelhaften Ausführung der Arbeiten entstanden sein, werden sie selbstverständlich behoben.“ ngo

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