Schlechte Seite Vor den geraden Hausnummern ist ein Schotterweg Foto: ngo

Schlechte Seite Vor den geraden Hausnummern ist ein Schotterweg Foto: ngo

Sootbörn bleibt eine unfertige Straße

Die eine Seite hat einen neuen Gehweg mit Platten bekommen, auf der anderen bleibt es beim unebenen Schotterweg

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Manche leben auf der Sonnenseite, die anderen im Schatten. Im Sootbörn in Niendorf leben einige auf der Schotterseite, die anderen hingegen auf der mit einem wunderbaren neuen Plattengehweg. Und das soll so bleiben, sagt das Bezirksamt.

 

Anwohner Heiner Pechmann ist sauer: „Warum wurden auf der Friedhofseite die Gehwegplatten ausgetauscht und der Fußweg verbreitert, aber der Schotterweg auf unserer Straßenseite, der zu vielen Reihenhäusern führt, wurde nicht saniert?“ Insgesamt 28 Reihenhäuser sind betroffen.

Dabei sah das zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Juli/August 2017 offenbar noch anders aus. „Die Bauarbeiten wurden immer wieder von einem Bezirksamtsmitarbeiter begutachtet,“ erzählt der 72-Jährige, der seit 1998 im Sootbörn lebt. „Der Mitarbeiter sagte damals, dass unsere Gehwegseite auch gemacht wird. Im Herbst 2017 hieß es auf meine Nachfrage, es sei kein Geld mehr da, man müsse den Etat 2018 abwarten.“ Allerdings: Im Abschnitt vor der Hausnummer 20-20a wurden Gehwegplatten verlegt, zwischen 14 und 18s aber nicht. „Als ich Mitte Juli erneut beim Bezirksamt nachfragte, hieß es wieder, es sei kein Geld und der Gehweg wird nicht gemacht wird,“ so der Pensionär. „Der Schotterbelag ist total uneben, besonders bei Frost und Schnee wird er zur Stolperfalle.“ Pechmann, seine Frau und andere Anwohner sind im vergangenen Winter gestürzt. „Den privaten Winterdienst, den wir Anwohner engagiert hatten, blieb beim Schneeschieben mit den Räumgeräten immer stecken,“ sagt der Niendorfer, der sich bei seinem Sturz die Gelenkkapsel angerissen hat.

Gute Seite Vor den ungeraden Hausnummern wurden die Gehwegplatten erneuert und erweitert, zeigt Heiner Pechmann    Fotos: ngo

Gute Seite Vor den ungeraden Hausnummern wurden die Gehwegplatten erneuert und erweitert, zeigt Heiner Pechmann Foto: ngo

Das Bezirksamt Eimsbüttel erklärt auf Nachfrage vom Wochenblatt: „Die Straße Sootbörn gehört im Sinne des Hamburgischen Wegerechts zu den ,unfertigen Straßen’ und findet sich in der Liste der endgültig herzustellenden Straßen. Weil der Zeitpunkt der Sanierung ungewiss und der Abschnitt zwischen Vogt-Cordes-Damm und Sootbörn 14 eine Gefahrenstelle war, hat das Bezirksamt den Asphaltbelag erneuern lassen.“ Der Gehweg sei dort einseitig auf der ungeraden Straßenseite angelegt, erklärt Bezirksamtssprecher Kay Becker. Dieser wurde im Zuge der Sanierung von 1,5 auf 1,75 Meter verbreitert.  Die unbefestigte Nebenfläche auf gerader Straßennummernseite ist eine Schotterfläche, so Becker. „Die ,Auswaschungen’, die dort durch parkende Autos entstanden sind, wurden deshalb mit Fräsgut ausgebessert.“ Laut dem Bezirksamtssprecher wurden  vor den Hausnummern 20-20a die Stolperfallen durch Gehwegplatten beseitigt. Dem Vorwurf einiger Anwohner, der Friedhof habe eine bessere Lobby, widerspricht Becker. „Nein. Wir arbeiten nicht auf Zuruf, sondern im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Mittel nach nachvollziehbaren Kriterien wie Dringlichkeit, Verkehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit ab.“

Weitere Baumaßnahmen plant das Bezirksamt nicht: „Der Sootbörn hat nur einseitigen Gehweg, der vom Bezirksamt auch saniert wurde. In Haushöhe 16-18 besteht deshalb derzeit kein akuter Handlungsbedarf.“ ngo

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