Trickbetrug Die Täter geben sich am Telefon als falsche Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus und versuchen ihre Opfer um Bargeld und Schmuck zu erleichtern Foto: ngo

Trickbetrug Die Täter geben sich am Telefon als falsche Polizeibeamte oder Staatsanwälte aus und versuchen ihre Opfer um Bargeld und Schmuck zu erleichtern Foto: ngo

Falsche Polizisten am Telefon

Polizei warnt besonders ältere Menschen

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Die Polizei Hamburg registriert wieder mehr Anrufe von „falschen Polizisten“. Auch mit so genannten „Schockanrufen“ versuchen Betrüger ihre Opfer um Bargeld zu erleichtern.

 

Die Betrüger am Telefon geben sich in der Regel als Polizeibeamte oder als Staatsanwälte aus. Die Täter haben dabei besonders ältere Menschen im Visier, so die Polizei. Erst im April haben Ermittler des Landeskriminalamts  zwei dieser Trickbetrüger in Niendorf auf frischer Tat geschnappt (das Wochenblatt berichtete). Die Masche: die Betrüger erzählen von angeblichen Einbrüchen ganz in der Nähe ihrer Telefonopfer. Die falschen Beamten kündigen den Besuch von einem Polizeikollegen an, der Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen abholen  und angeblich in Sicherheit bringen würde. Oft wird sogar um Mithilfe bei den vermeintlichen Ermittlungen gebeten. Zudem werden die Polzisten im Stadtteil und die Mitarbeiter von Sparkassen und Banken als kriminell hingestellt, damit sich die Senioren nicht um Hilfe vor Ort bitten. Die Opfer werden unter Zeitdruck gesetzt, um kritische Fragen zu vermeiden, so die Erfahrung der Hamburger Polizei.

Eine weitere Betrugsmasche sind die so genannten „Schockanrufe“. Dabei behauptet der Betrüger am Telefon, ein Familienmitglied habe einen schweren Unfall verursacht und könne eine Strafverfolgung nur durch die sofortige Zahlung hoher Geldbeträge in bar vermeiden.

Bei diesen Betrugsanrufen erscheint auf dem Telefondisplay häufig der Polizeinotruf 110 oder die Nummer einer örtlichen Polizeistation – „Spoofing“ genannt. Tatsächlich erfolgen die Anrufe häufig aus ausländischen „Call-Centern“. Die Polizei Hamburg rät dringend: im Zweifelsfall sofort auflegen, die 110 wählen und dann die richtige Polizei ansprechen. Oder einer vertrauten Person von dem Anruf erzählen, egal welche Anweisungen der Anrufer gegeben hat. ngo

 

Schurken erkennen

 

Die Polizei Hamburg weist erneut darauf hin,

  • dass die Polizei niemals Auskünfte zu Bankdaten, Kontoständen oder Inhalten von Schließfächern erfragt.
  • dass die Polizei niemals nach Verstecken von Wertsachen und Geld fragt.
  • dass die Polizei niemals Menschen unter dem Vorwand, Ermittlungsbehörden unterstützen zu müssen, unter Druck setzt.
  • dass die Polizei niemals auffordern würde, Geld von der Bank abzuheben und dieses im Haus für eine Übergabe zu deponieren oder an einen vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

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