Kein Karneval Jede Verkleidung hatte ihren tieferen Sinn Foto: privat

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50 Jahre Schule – Schule in 50 Jahren

Gymnasium Corveystraße nutzt ihre große Jubiläumsparade für verschiedene Zukunftsvisionen

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Beinahe das ganze Schulhalbjahr stand am Lokstedter Gymnasium Corveystraße im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Zum Abschluss zogen Schüler und Lehrer durch den Stadtteil. Das Motto ihrer Parade, die eineinhalb Stunden dauerte und von vielen Eltern und Anwohnern begleitet wurde, lautete „Corvey 2068“.

 

Mit Transparenten, Fähnchen, Instrumenten und Verkleidungen ging es vom Schulgebäude durch Grandweg und Grelckstraße zur Grundschule Hinter der Lieth und wieder zurück. Dem fröhlichen Umzug gingen allerdings einige ernsthafte Überlegungen voraus: Wie sieht die Welt in 50 Jahren wohl aus? Welche Themen werden uns dann bewegen? Und wie wird sich das Corvey-Gymnasium entwickeln? „Jede Klasse und jede Tutgruppe hatte ein Thema aufgegriffen, das sie bewegt und das sie als Einheit bei der Parade präsentieren wollte“, berichtet Schulleiter Christian Krümel. Von technischem Fortschritt bis zur künstlichen Intelligenz, von sozialer Gerechtigkeit bis zur künstlerischen Freiheit war eine große Bandbreite vertreten. Und so lösungsorientiert, ideenreich und überwiegend optimistisch wie sich die Schule den Herausforderungen der Zukunft widmet, kann „Corvey 2068“ ruhig kommen. kk

 

Tristan: Meine Botschaft lautet: ‚Wir fahren mit dem Fahrrad‘. Es sollte sich dahingehend ändern, dass die Luft nicht mehr von den Autoabgasen verschmutzt wird.

 

Amelie: Das Thema meiner Klasse heißt „Digitale Mitschüler“. Ich stelle einen Androiden dar. Die normalen Mitschüler wollen nicht, dass wir am Unterricht teilnehmen, weil sie denken, dass wir ihnen die Plätze wegnehmen. Dabei sollten wir ja auch Menschlichkeit lernen.

 

 

Nele: Das Thema Umweltschutz ist das Thema überhaupt. Die Umwelt muss unbedingt geschützt werden. Ich trage ein Plakat, auf dem steht: ‚Wir werfen den Müll in die Mülleimer‘. In den meisten Ländern wird der Müll einfach auf die Straßen geworfen und landet dann in den Meeren.

 

Nicolas: In der Rolle des menschlichen Mitschülers vertrete ich die Meinung, dass digitale Mitschüler eigentlich gar nichts in der Schule lernen müssten, weil sie auf andere Art und Weise lernen als wir. Es wäre kein fairer Wettbewerb, wenn wir zusammen im Unterricht wären.

 

 

Lars: Das Corvey ist vielfältig und soll es auch bleiben, denn Vielfalt führt zu Kreativität. Und Kreativität ist ein wichtiges Corvey-Merkmal.

 

Mathilda: Wir wollen den Wunsch zum Ausdruck bringen, dass es auch in 50 Jahren noch Vielfalt und Kreativität geben wird.

 

Dominik: Bei uns an der Schule funktioniert es ziemlich gut, dass es zum Beispiel einen Schulverein gibt, damit Menschen, die nicht so viel Geld haben, auch auf Klassenfahrt fahren können und Ähnliches.

 

Lukas: Wir wollen auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam machen. Man kann miteinander befreundet sein  – egal, aus welcher sozialen Schicht man kommt.

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