Dichte Bebauung führt zu Konflikten in der Kollaustraße Foto: mf

Dichte Bebauung führt zu Konflikten in der Kollaustraße Foto: mf

Der Konflikt schwelt weiter

Noch keine Lösung mit den Nachbarn der Wohnunterkunft Kollaustraße

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Die Wohnunterkunft Kollaustraße 15 gilt aus Sicht der Polizei als unauffällig. Mieter des benachbarten Mehrfamilienhauses sehen das anders. Sie beschwerten sich mehrfach über Lärm und Vandalismus.

 

Das Verhältnis zwischen den Anwohnern in der Stapelstraße 25 und den Bewohnern der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft in der Kollaustraße 15 scheint zerrüttet (das Wochenblatt berichtete). Zu einer Annäherung führte auch das Sommerfest nicht, zu dem Unterkunftsbetreiberin fördern und wohnen am 10. Juni eingeladen hatte. Erik Dunkelmann, Vermieter in der Stapelstraße, hat zwar Verständnis dafür, dass Kinder draußen spielen und dabei laut sind: „aber sicherlich nicht in der Anzahl und ganz sicher nicht zu den Tageszeiten.“ Seitens fördern und wohnen würde versucht,  „etwas herunter zu spielen, was eben nicht mit einer normalen Nachbarschaft vergleichbar ist.“ Neben Kinderlärm gäbe es Beschwerden der Mieter, weil Müll auf dem Grundstück entsorgt würde. Auch seien Steine geworfen worden, die ihre Fahrzeuge beschädigt hätten. „Über Monate hinweg wurde die Polizei angerufen“, so Erik Dunkelmann. „Bis die Polizei dann erwiderte, dass es keinen Sinn hätte und man gar nicht mehr anrücken würde.“

Keine Auffälligkeiten

Die Polizei dokumentierte laut Polizeisprecher Rene Schönhardt vom 1. Januar bis zum 26. Juni insgesamt 16 Einsätze, bei fünf davon handelte es sich mit Fahrzeugkontrollen um sogenannte Selbsteinsätze: „Diese Einsätze dokumentieren nach hiesiger Auffassung ein eher unauffälliges Einsatzaufkommen“, erklärt Rene Schönhardt. „Es gibt keine Anzeigen von außerhalb der Unterkunft  zu Straftaten innerhalb oder im direkten Umfeld der Unterkunft.“  Gute Kontakte zur Leitung habe der bürgernahe Polizeihauptkommissar Torsten Kühl.  “Seitens der Leitung wurde versichert, dass die Problematiken Ruhestörungen und Müll bekannt sind und man alle Anstrengungen unternimmt diese zu beseitigen. Auch eine Verständigung mit der Nachbarschaft wird versucht. Bei dem Sommerfest waren aber offensichtlich keine Bewohner des Wohngebäudes Stapelstraße der Einladung gefolgt.“ Schönhardt versichert, dass der Beamte im besonderen Fußstreifendienst (BFS) „auch weiterhin offensiv für die Anwohner ansprechbar sein wird“. Zu Gast auf dem Sommerfest war auch Niels Annen, SPD-Wahlkreisabgeordneter des Bezirks und Mitglied des Deutschen Bundestages. „Wo viele Menschen, egal welcher Herkunft, in enger Nachbarschaft zusammen leben, kann es immer auch zu Konflikten kommen. Dann ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einer Lösung interessiert sind, sich zusammensetzen und miteinander sprechen. Nur so kann Verständnis für die Situation der jeweils anderen Seite entstehen“, appelliert Annen. mf

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