Verärgert ist Anwohner Wilfried Schumann weil das Bezirksamt Eimsbüttel bislang nicht auf seine Reparaturforderung reagiert hat Foto: ngo

Verärgert ist Anwohner Wilfried Schumann weil das Bezirksamt Eimsbüttel bislang nicht auf seine Reparaturforderung reagiert hat Foto: ngo

Ein Schaden, zwei Meinungen

Im Ginsterbusch/Süntelstraße in Schnelsen: Anwohner beanstandet kaputte Grabenabsicherung

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Wilfried Schumann aus Schnelsen ist sauer auf das Bezirksamt Eimsbüttel: Seit September 2017 wartet er darauf, dass der beschädigte Ablaufgraben vor seinem Haus instand gesetzt wird.

 

Anfang September vergangenen Jahres fuhr eine Autofahrerin mit ihrem Wagen in den öffentlichen Graben in der Straße Im Ginsterbusch, Ecke Süntelstraße. Dabei wurde auch die Holz-Stützwand im Graben beschädigt. Anwohner Wilfried Schumann, der seit 1977 auf dem Eckgrundstück wohnt, ging damals davon aus, dass das Bezirksamt Eimsbüttel den Schaden beseitigen würde. „Es gibt ja ein polizeiliches Aktenzeichen über den Unfall,“ sagt der 74-jährige Schnelsener. Eine Reparatur sei auch erforderlich, so Schumann, damit bei Starkregen die Erde nicht in den Graben abrutscht und die Rohre verstopft.

Doch seine Nachfragen bei Mitarbeitern vom Fachamt Management des öffentlichen Raumes Eimsbüttel (MR) verliefen ergebnislos. „Ich habe im Oktober, November, Januar und zuletzt im Mai dort angerufen, aber es fühlte sich keiner wirklich zuständig und passiert ist bis heute nichts,“ sagt Schumann. Besonders verärgert ist er über einen Behördenmitarbeiter der einfach aufgelegt habe. Auf Nachfrage vom Wochenblatt, versprach Bezirksamtssprecher Kay Becker, dass diesem Vorwurf nachgegangen wird.

Auch die Aussage „Wir reinigen die Gräben jedes Jahr“ vom MR-Fachamtsleiter in einem Wochenblatt-Interview vor vier Monaten ärgert Schumann: „Die Gräben vor unserer Tür wurden in den vergangenen drei Jahren nicht gereinigt. Meine Frau hat das bislang jedes Jahr gemacht. In den 70er und 80er Jahren wurde sogar zwei Mal pro Jahr gereinigt.“ Dem Vorwurf widerspricht das Bezirksamt: „Die Gräben wurden Ende März, Anfang April 2018 gemäht und gereinigt,“ sagt Behördensprecher Becker.

Auf Grund der Wochenblatt-Nachfrage hat ein Mitarbeiter vom Fachamt MR in der vergangenen Woche den Schaden vor Ort begutachtet. „Aus fachlicher Sicht ist hier keine Gefahr im Verzug und die morsche Stelle wird auch nicht schnell brechen. Im Zuge anderer Arbeiten erledigen wir das aber innerhalb der nächsten Wochen schnell mit und werden die Stelle reparieren,“ versichert Bezirksamtssprecher Kay Becker. ngo

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