Die ehemalige Anna-Warburg-Schule ist jetzt ein beliebtes Begegnungszentrum Foto: mf

Die ehemalige Anna-Warburg-Schule ist jetzt ein beliebtes Begegnungszentrum Foto: mf

Was wird eigentlich aus der Alten Schule?

Das dort zeitweise beheimatete Begegnungszentrum soll in Niendorf bleiben

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Die Alte Schule in Niendorf hat sich als Begegnungszentrum für alt eingesessene und neu zugezogene Niendorfer etabliert. Doch ihre Zukunft ist ungewiss.

 

In den Räumen der ehemaligen Anna-Warburg-Schule am Tibarg 34 hat die Initiative Wir für Niendorf ein umfangreiches Angebot für Geflüchtete und Nachbarn geschaffen inklusive Café und Künstlerateliers. Das Gebäude gehört zum Bebauungsplan Niendorf 92 und soll im Zuge der Überplanung abgerissen werden um einem neuen Verwaltungszentrum des Bezirksamtes Eimsbüttel Platz zu machen. Der Initiative war es zur Übergangsnutzung bis Ende 2018 überlassen worden.

Nun bangen Pastorin Maren Gottsmann und Christa Prüßner von Wir für Niendorf um die Zukunft des Begegnungsraumes. Rolf Schuster vom Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung stellte zwar in Aussicht, bei der Ausschreibung die Unterbringung einer solchen sozialen Anschlussnutzung zu prüfen. Konkrete Planungen gibt es derzeit jedoch nicht.

Die Niendorfer Künstlerin Maiken Wetzels (li.) kümmert sich in der Alten Schule um die Ateliers Foto: mf

Die Niendorfer Künstlerin Maiken Wetzels (li.) kümmert sich in der Alten Schule um die Ateliers Foto: mf

„Das Zentrum ist so wichtig für den Stadtteil und das soziale Gefüge, wir möchten es unbedingt halten. Wo Menschen sich nicht begegnen kommt es zu Einsamkeit und Kriminalität“, weiß  Pastorin Maren Gottsmann. Christa Prüßner ergänzt: „Die Geflüchteten sind nicht mehr die einzige Zielgruppe, es kommen viele Menschen in neuen Lebenssituationen“. In einem elfköpfigen Team entwerfen Gottsmann und Prüßner derzeit Zukunftsvisionen für das künftige Begegnungszentrum.

Ein Raum für Niendorfer

Es soll Sozialberatung, einen Kunstraum, Begegnungscafé und Kochküche sowie Räume für verschiedenste Nutzung wie Yoga, Theater, Kultur, Musik oder Spiele geben. „Das wird erst in vielen Jahren kommen“, sagt Maren Gottsmann mit Blick auf die lange Planungs- und Bauphase. „Wir müssen auch die Exilphase überbrücken und Orte für die Künstler, Deutschkurse und viele weitere finden.“ Der Standort Tibarg sei ideal, da er die Aspekte Einkaufen, Wohnen und Begegnen verbinde.

„Was die Aufnahme der Initiative in den möglichen Verwaltungsneubau betrifft, so müssen hier einerseits die Ergebnisse der Prüfung abgewartet werden. Andererseits müssten bis dahin entsprechende, zusätzliche Mittel für die Anmietung vorhanden sein. Letzteres ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen“, so Bezirksamtsprecher Andreas Aholt. Eine gute Nachricht gibt es dennoch schon: „Das Bezirksamt setzt sich dafür ein, die Nutzung auch über 2018 hinaus so lange beizubehalten, wie diese Nutzung den folgenden Baumaßnahmen nicht entgegen steht.“ mf

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