Gespanntes Warten am Ende des Schnelsen-Tunnels: In der Weströhre werden gleich die ersten Fahrzeige rollen Foto: cc

Der Verkehr rollt: Erster Lärmschutzdeckel in Schnelsen eröffnet

Die 550 Meter lange Weströhre des neuen Schnelsen-Tunnels wurde in Richtung Süden in Betrieb genommen

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Das erste Auto, das am Sonnabendmorgen durch den neuen Schnelsen-Tunnel rollte, brachte Bürgermeister Peter Tschentscher und Staatsrat Andreas Rieckhof an das Ende der neuen 550 Meter langen A7-Weströhre. Zahlreiche Journalisten, die über das lokale Ereignis mit überregionalen Folgen in Schnelsen berichten wollten, nahmen den Bürgermeister in Empfang und wollten wissen „Wie war’s?“.

Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) hat die fertiggestellte Westseite des 550 Meter langen Lärmschutzdeckels offiziell in Betrieb genommen Foto: cc

„Es war gut. Ja, es ist ein besonderes Gefühl. Man sieht viel Technik und wir haben hier die modernste Tunneltechnik, die man überhaupt haben kann“, so der erste Mann in Hamburg über seine Fahrt durch den Schnelsen-Tunnel. Besonders freute er sich darüber, dass der erste Schritt der Überdeckelung geschafft ist und damit für die Anwohner und die Stadt Hamburg eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität erreicht würde. „ Lange trennte die Autobahn die Stadt Hamburg, jetzt wächst hier etwas zusammen, was zusammen gehört. In cirka einem Jahr wird hier ein Park entstehen“, so Tschentscher.

Aktuell fahren rund 155.000 LKW, Autos und Motorräder am Tag an dieser Stelle über die Autobahn, Prognosen prophezeien dass die Zahl in den kommenden Jahren auf 165.000 steigen wird. Florian Zettel, Sprecher des Baukonsortiums Via Solutions Nord GmbH betont: „Es ist für die Stadt Hamburg ein einzigartiges Projekt. Der Tunnel ist technisch sehr anspruchsvoll und stellt an uns große Anforderungen.“  Mit einem halben Jahr Verzögerung – ursprünglich sollte der gesamte Tunnel bereits Ende 2018 fertig werden – konnten jetzt die ersten Fahrzeuge in Richtung Süden durch die Weströhre des Tunnels fahren. Am Montag wird auch die Gegenrichtung befahrbei sein. Als Grund für die Verzögerung wurde unter anderem die Sicherheitstechnik genannt, die erst später vom Auftrageber bestellt worden war. Dazu zählte vor allem die Beleuchtung auch im Tunnelvorfeld als auch die technische Abstimmung aller neuen Tunnel mit dem Elbtunnel.

Der Bau der Oströhre Richtung Flensburg soll, nach Plänen der Stadt, in etwa vier Tagen beginnen. Voraussichtlich im 2. Halbjahr 2019 wird mit der  Fertigstellung des Schnelsen-Tunnels gerechnet. Mit diesem Tunnelabschnitt geht der Erste von insgesamt drei Hamburger Deckeln in Betrieb.   cc

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