Baken sollen das Linksabbiegen in der Osterfeldstraße verhindern Fotos: mf

Baken sollen das Linksabbiegen in der Osterfeldstraße verhindern Fotos: mf

Abbiegen nicht möglich

Auf der Osterfeldstraße geht’s nicht mehr links zum Supermarkt

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Die durchgezogene Linie schreckte Abbieger nicht ab. Nun wurden Sichtzeichen mit Reflektoren installiert, um das Abbiegen auf den Edeka-Parkplatz aus Richtung Stellingen zu verhindern.

 

Seit Mitte November 2014 sorgte eine durchgehende Linie auf der Osterfeldstraße dafür, dass Autofahrer aus Richtung Stellingen nicht mehr zu Supermarkt und Tankstelle abbiegen durften. Auch das Linksabbiegen vom Edeka-Parkplatz Richtung Eppendorf sollte damit unterbunden werden.

„Der Bereich gilt seit Jahren als Unfallhäufungsstelle“, erklärt Efrossini Thodoridou von der Polizei Hamburg. „Im dortigen Bereich der Osterfeldstraße kommt es seit Jahren durch  Linksabbieger zu Verkehrsunfällen, häufig mit verletzten Personen. Hinzu kommen die Unfälle, die im mittelbaren Zusammenhang mit dem verbotswidrigen Linksabbiegen stehen.“ Hierzu zählen Auffahrunfälle aufgrund von plötzlichem Abbremsen von vorausfahrenden Fahrzeugen oder Fehler beim Fahrstreifenwechsel. „Zusätzlich liegen  dem PK 23 Bürgerbeschwerden über das verbotswidrige Abbiegen vor“, so die Polizeisprecherin.

Proteste

Anwohner und Geschäftsleute ärgerten sich über das Abbiegeverbot, sammelten sogar Unterschriften dagegen (das Wochenblatt berichtete). Genützt hat es nichts. Im Gegenteil: Die Maßnahme wurde nun verschärft und die durchgezogene Linie durch orangefarbene Sichtzeichen ersetzt.

Die Farbahrmarkierung führte laut Polizei zwar kurzfristig zu einem Rückgang der Unfallzahlen, aber dann wurde sie „häufig ignoriert, so dass die Unfallzahlen wieder gestiegen sind. Seit Januar 2015 haben sich dort insgesamt 40 Verkehrsunfälle ereignet, in 18 Fällen war fehlerhaftes Abbiegen oder fehlerhaftes Einfahren in den Fließverkehr die Unfallursache. Die übrigen Unfälle standen im mittelbaren Zusammenhang durch Linksabbieger wie Auffahren oder Fehler beim Fahrstreifenwechsel“, erklärt Theodoridou. Insgesamt wurden durch die 40 Unfälle 13 Personen verletzt, eine davon schwer. An elf Unfällen im Auswertezeitraum waren Radfahrer und Fußgänger beteiligt. Die Maßnahme ist zeitlich nicht begrenzt: „Aus Sicht des PK 23 ist die Maßnahme nur entbehrlich, wenn bauliche Maßnahmen ein gefahrloses Linksabbiegen ermöglichen.“ mf

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