Leeres Becken im Schwimmbad Bondenwald: Derzeit steht die Trainingshalle nur für das Frühschwimmen von 7 bis 9 Uhr zur Verfügung. Foto: Bäderland Hamburg

Bondenwald: Schattenseiten des Sommers

Schwimmbad Bondenwald: Vorübergehende Schließung einzelner Becken

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Im Schwimmbad Bondenwald sind derzeit das 25-Meter-Traningsbecken sowie das Lehrschwimmbecken geschlossen. Grund dafür ist das lang anhaltende heiße Wetter, das besonders viele Besucher nach draußen ins Freibad zieht.

„Ich versuche aktuell meiner Tochter das Schwimmen beizubringen. Leider steht dafür seit dem 30. Mai das Lehrschwimmbecken nicht zur Verfügung“, berichtete eine Leserin dem Niendorfer Wochenblatt: „Die Sparmaßnahmen sind ärgerlich. Es ist traurig, dass wir Niendorfer nun auf andere Schwimmbäder ausweichen müssen, was zeitlichen Aufwand bedeutet. Die Pools sind ja da und sollten zur Verfügung stehen.“

Bäderland Hamburg, der Betreiber des Niendorfer Schwimmbads, reagierte auf Nachfrage vom Wochenblatt direkt. „Die genannten Bereiche bleiben in der aktuellen und für Hamburg äußerst ungewöhnlichen, extrem sommerlichen Wetterlage nur vorübergehend geschlossen. Sobald sich das Wetter wieder ,normalisiert‘, werden wir auch wieder in Betrieb sein“, so Michael Dietel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit.

Der Hintergrund dieser Maßnahme sei das stark erhöhte Besucheraufkommen in allen 15 Freibadanlagen im gesamten Stadtgebiet. Bei teilweise mehr als 7000 Gästen täglich seien gesteigerte Anforderungen an die Wasseraufsicht in Bezug auf die Sicherheit der Gäste notwendig. Demgegenüber würden die Hallenbadanlagen nicht oder nur sehr vereinzelt genutzt.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Dietel, „aber es wäre fahrlässig, unsere Mitarbeiter an leeren Wasserflächen einzusetzen, wenn gleichzeitig in den Freibädern enormer Betrieb herrscht. Dementsprechend ist unser Personal dort, wo es benötigt wird.“
Als „Entschädigung“ zahlen Besucher jedoch einen deutlich reduzierten Eintrittspreis. Ein Ganztagesticket für einen Erwachsenen und ein Kind kostet z.B. derzeit 4,70 Euro – und nicht wie regulär 12,10 Euro. kh

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