Verkauft Diese zwölf Hektar große Grünfläche in Lokstedt hat die Hamburgische Bürgerschaft an die Beiersdorf AG verkauft Foto: Initiative Lebenswertes Lokstedt/Quelle: Google Earth

Gärten gehen an Beiersdorf

Bürgerschaft stimmt für Verkauf

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Die Hamburgische Bürgerschaft hat mit großer Mehrheit für den Verkauf von zwölf Hektar Grünfläche zwischen Grandweg, Stresemannallee und Veilchenweg gestimmt. Nur die Linksfraktion hat sich gegen den Verkauf der städtischen Kleingartenareale gestellt.

Am Mittwoch vergangener Woche sprachen sich SPD, Grüne, CDU, FDP und AfD mit den Gegenstimmen der Linken für den Grundstücksverkauf der Lokstedter Kleingartenflächen an die Beiersdorf AG aus. Das Hamburger Dax-Unternehmen will sich langfristig mit dem Erwerb der Grün- und Erholungsflächen in der Größe von etwa 17 Fußballfeldern die Option auf eine Vergrößerung der Unternehmens- und Produktionsfläche im Stadtteil Lokstedt sichern (das Wochenblatt  berichtete).

Damit tritt der Verkauf der zwölf Hektar, auf der sich die drei Kleingartenvereine „Kleingartenverein Eimsbüttel“, „Wildwux“ und „Gartenfreunde Stubbenkamp“ befinden, durch den Hamburger Senat in Kraft. Laut Vertrag sollen die Kleingärten noch die nächsten 20 Jahre Bestand haben. Allerdings kann Beiersdorf aus wirtschaftlichen Gründen die Fläche auch früher beanspruchen.

Der Verkauf traf bei vielen Kleingärtnern und Anwohnern auf Widerstand. Wie mehrfach berichtet gründeten Betroffene und Anwohner im vergangenen Jahr die Initiative „Lebenswertes Lokstedt“, um für den Erhalt der „grünen Lunge“ in Lokstedt zu kämpfen. Doch auch die 7000 Unterschriften gegen den Verkauf, die am Tag vor der Bürgerschaftssitzung von den zwei Initiativen „Lebenswertes Lokstedt“ und „Stoppt den Grünfrass“ dem Bürgerbüro des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) übergeben wurden, überzeugten die Politiker nicht. Für viele Abgeordnete ist der Kauf durch Beiersdorf ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg, zudem gebe es aktuell keine Bebauungspläne durch die Beiersdorf AG.                  ngo

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