Pro Dr. Monika Schaal, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in der Hamburger Bürgerschaft Foto: SPD

Beiersdorf-Deal genehmigt

Das sagen Beteiligte zum Verkauf der Kleingartenflächen an den Konzern

Archiv| Views: 283

Mit großer Mehrheit hat die Hamburgische Bürgerschaft für den Verkauf des Kleingartengeländes in Lokstedt gestimmt (siehe auch Seite 1). Das sagen Beteiligte und Betroffene zu dem Verkauf.

Dr. Monika Schaal, SPD-Wahlkreisabgeordnete für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Beiersdorf gehört seit 135 Jahren zu Eimsbüttel und sieht seine Zukunft auch weiterhin hier. Das ist gut für Hamburg und die Beiersdorf-Belegschaft. 3700 gute Arbeitsplätze werden hier gesichert und 300 neu geschaffen. Auch die Zukunft der 260 Kleingärten auf der von Beiersdorf angekauften Fläche ist absehbar für die nächsten 20 Jahren gesichert. Ohne ein umfassendes Planungs- und Beteiligungsverfahren ändert sich daran nichts. Das gibt auch den Kleingärtnern eine Perspektive.“

Carsten Ovens, CDU-Wahlkreisabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Beiersdorf bekommt eine klare Zukunftsperspektive und gibt selbst ein Bekenntnis zum Standort ab. Damit werden über 3000 Arbeitsplätze gesichert. Zudem gilt: Sollte das Gelände tatsächlich bebaut werden, wird es öffentliche Planungsprozesse sowie angemessene Kompensationen für die Kleingärtner geben. Eine gute Lösung für Hamburg. Schlecht gelaufen ist dagegen die Bürgerbeteiligung durch die regierende SPD: Bürger sollten als Partner eingebunden werden, was grob versäumt wurde – kein guter Stil.“

Michael Witzorrek vom Sprecherteam der Initiative „Lebenswertes Lokstedt“: „Es waren traurige Tage für Hamburg. Die Politik zeigte sich wirtschaftshörig. Mit diesem Grünflächenverkauf ist nun die Tür zur Umwandlung in eine Industrielandschaft geöffnet. Zeitgleich und nur einen Steinwurf von Beiersdorf entfernt, installierte man aber Diesel-Verbotsschilder. Es starb eine Radfahrerin durch einen weiteren Lkw-Unfall und Anwohner leiden bereits jetzt unter den Belastungen der Beiersdorf-Baustellen. Deshalb kämpfen wir weiter: Für ein lebenswertes und grünes Hamburg.“

Dr. Stefan Best, Geschäftsführer Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH: „Seit 1892 ist Beiersdorf dem Stadtteil Eimsbüttel eng verbunden. Wir investieren aktuell in eine neue Konzernzentrale – ein klares Bekenntnis zum Verbleib in Eimsbüttel. Die erworbenen Kleingartenflächen werden für diese Umstrukturierung nicht benötigt. Ihr Ankauf dient Beiersdorf als langfristige Erweiterungsreserve und verhindert, dass die Flächen für andere Interessenten verplant werden und so zukünftige Erweiterungen einschränken. Dies sichert die Zukunft des Unternehmens in Eimsbüttel.“              ngo

Comments are closed.