Austausch Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens (CDU, 4.v.li.), die Bönningstedter Politiker Resy de Ruijsscher (Grüne, 3.v.li.) und R0lf Lammert (CDU, 3.v.r.) im Gespräch mit Anwohnern und mit Vertretern der Bürgerinitiative und der Allianz Schnelsen Nord Foto: ngo

Austausch Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens (CDU, 4.v.li.), die Bönningstedter Politiker Resy de Ruijsscher (Grüne, 3.v.li.) und R0lf Lammert (CDU, 3.v.r.) im Gespräch mit Anwohnern und mit Vertretern der Bürgerinitiative und der Allianz Schnelsen Nord Foto: ngo

Politiker fordern neuen Standort

Der Ärger um den Schnelsener Funkturm erreicht das Hamburger Rathaus

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CDU-Bürgerschaftsabgeordneter Carsten Ovens fordert nach einer Senatsanfrage zum umstrittenen Funkturm an der Landesgrenze von Verwaltung und Politik in Hamburg und Schleswig-Holstein ein gemeinsames Handeln.

 

Nach Jahren der „Funkstille“ gab es Ende April einen „Mini-Gipfel“ zwischen Politikern aus Hamburg und Bönningstedt. Anlass war der Funkturm, den die Telekom Ende 2017 im Bönningstedter Weg direkt an der Landesgrenze zu Hamburg errichtet hat, ohne die betroffenen Schnelsener vorab zu informieren. Auch das Bezirksamt Eimsbüttel und die Kommunalpolitiker hatten keine Kenntnis (das Wochenblatt berichtete).

Die Anwohner, die nur wenige Meter vom Funkturm entfernt leben, haben deshalb mit Unterstützung der Allianz Schnelsen Nord (ASN) die Bürgerinitiative (BI) Funkturm Landesgrenze Schnelsen gegründet und fordern einen neuen Standort. Unterstützt werden BI und ASN vom CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Carsten Ovens, der im April eine kleine Senatsanfrage gestellt hat. Er wollte klären, ob sich Hamburg und die Nachbargemeinden über Bauprojekte im Bereich ihrer Landesgrenzen austauschen. „Es finden unabhängig von konkreten Bauvorhaben Abstimmungen (…) statt,“  so die knappe Senatsantwort. „Dazu gehörte aber offensichtlich nicht der Funkturm,“ sagt Anwohner und ASN-Sprecher Heinrich Flügge.

Schnelsener Funkturm

Schnelsener Funkturm

„Es ist nicht akzeptabel, wie hier von den Verantwortlichen in Hamburg und Schleswig- Holstein mit dem Thema umgegangen wird. Der Bürgermeister von Bönningstedt ist in der politischen Verantwortung, eine Lösung im Interesse der betroffenen Anwohner zu finden – konkret ein neuer Standort für den Funkturm,“ fordert Ovens, der den Wahlkreis Niendorf, Lokstedt und Schnelsen vertritt.

Nach der Senatsanfrage hat Ovens Politiker aus Bönningstedt und die betroffenen Anwohner zu einem Gespräch am Funkturm eingeladen. Rolf Lammert (CDU) und Resy de Ruijsscher (Grüne) aus Bönningstedt, die ebenfalls einen anderen Standort fordern, sind der Einladung gefolgt. Die Fraktionsvorsitzenden der Bönningstedter Wählergemeinschaft (BWG) und SPD haben laut Ovens aus beruflichen Gründen abgesagt.

Lammert und de Ruijsscher sind verärgert, dass auch ihre Fraktionen nicht im Vorwege informiert wurden. „Der Funkturm stand weder im Bönningstedter Bauausschuss noch in der Gemeindeversammlung auf der Tagesordnung,“ sagt Lammert.

Zudem gab es auch keinen Austausch zwischen der Pinneberger Baubehörde und dem Bezirksamt Eimsbüttel. Das wundert ASN-Sprecher Flügge, weil es seit 2008 für die Metropolregion Hamburg das „Stadt-Umland-Forum Nordwest“ gibt, zu dem auch der Kreis Pinneberg und der Bezirk Eimsbüttel gehören. „Dieses Forum trifft sich regelmäßig, um über aktuelle Themen wie etwa die S21 und andere Bauvorhaben zu sprechen. Warum hat hier der Kreis Pinneberg nicht Hamburg informiert?“, fragt sich Flügge.

Der CDU-Politiker Ovens versprach den Anwohnern beim dem Treffen am Funkturm, eine Lösung auf Bürgerschaftsebene zu finden: „Zunächst suchen wir das Gespräch. Sollte dieses ergebnislos verlaufen, können wir derzeit aus der Opposition heraus nur an den Senat und den Eimsbütteler Bezirksamtsleiter appellieren, mit dem zuständigen Bürgermeister in Bönningstedt eine Lösung zu finden.“ ngo

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