Was denkt ihr

20. Lokale Bildungskonferenz Niendorf mit Impulsen von Schülervertretern

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„Was wünscht ihr euch als Schüler? Welche Probleme seht ihr und wie könnten sie behoben werden?“  Bei der 20. Lokalen Bildungskonferenz Niendorf (LBK) in der Grundschule Bindfeldweg kamen dieses Mal die Schüler zu Wort.

 

Mit zahlreichen Vertretern der lokalen Bildungseinrichtungen diskutierten Schülervertreter der weiterführenden Schulen über Wünsche, Erwartungen und Möglichkeiten. „Sie haben sehr offen und ehrlich berichtet, was sie tagtäglich beschäftigt“, freute sich LBK-Koordinatorin Elke Bremer vom Sozialraumprojekt ProNieNo rückblickend.

Gemeinsam mit Jörn Adomeit, Andreas Yasseri sowie Friedhelm Holst, der die Veranstaltung moderierte, begrüßte sie die Vertreter der lokalen Schulen und des Elternrats, der Jugend-, Sozial- und Sporteinrichtungen sowie der Politik und Kirche. Nach der Vorstellungsrunde der Schülervertreter sowie der zwei LBK- Neulinge Gaby Arthur (Hamburger Kinder- und Jugendhilfe) und Claudia Stück (Arbeiter-Samariter-Bund) wurde in drei Gruppen lebhaft diskutiert. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Schülervertreter der drei weiterführenden Schulen (Stadtteilschule Niendorf, sowie die Gymnasien Bondenwald und Ohmoor) vor ähnlichen Herausforderungen und Problemen stehen: Mangelndes aktives Engagement der Schüler, das sich unter anderem im fehlenden Nachwuchs bei der Schülervertretung offenbart.

Zu viel Druck?

Geschuldet sein könne diese Tatsache ihrer Meinung nach dem hohen Leistungsdruck sowie dem System der Ganztagsschule, das wenig Zeit und Raum für soziales Leben lasse. „Eine Identifikation mit der Schule fällt durch die stetig steigenden Schülerzahlen mit etwa 1000 Schülern an jeder der drei Schulen zunehmend schwer“, mutmaßt LBK-Koordinator Andreas Yasseri als Vertreter des Elternrats. Auch die daraus resultierenden Baumaßnahmen an allen Schulen stellen aus Sicht der Schüler eine Belastung dar.

„Im offenen Dialog ohne Wettbewerb und Konkurrenz stießen neben den Problemen auch die Wünsche der Schülervertreter sowohl an die Schulen als auch an den Stadtteil auf offene Ohren“, so Friedhelm Holst, ehemaliger Schulleiter der Grundschule Burgunderweg.

Grundsätzlich würden sich die Schüler freuen, wenn mehr attraktive Angebote von Einrichtungen, wie Sportvereinen oder der Feuerwehr, direkt in den Schulen etabliert werden. Den konkreten Wunsch an Ines Schwarzarius, Programme, wie „Jugend debattiert“, in den Schulen zu unterstützen, nahm die SPD-Politikerin als Mitglied der Bezirksversammlung gerne mit. Anregungen kamen auch von Seiten der Kirche: „Ein Projekt, das Schülern hilft, ihre persönlichen Talente zu entdecken, könnte ich mir gut vorstellen“, überlegte Pastor Fritz Rohde von der Freien evangelischen Gemeinde Niendorf.

Eine Honorierung

Eine höhere Honorierung der Schülerarbeit, zum Beispiel mit HVV-Tickets, „echte“ Gestaltungsmöglichkeiten und feste Ansprechpartner mit klaren Verantwortlichkeiten sind dagegen Forderungen, die direkt an die anwesenden Schulleitungen formuliert wurden.

„Für unser Ziel, das Angebot an den Bildungseinrichtungen bedarfsgerecht zu verbessern, haben wir heute den ersten Schritt getan“, fasst Elke Bremer den gelungenen Abend mit vielen neuen Impulsen und ersten konkreten Umsetzungsideen zusammen.    kh

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