Die Bahnsteigzuwegung für den zukünftigen Haltepunkt Schnelsen-Süd

Abgeschlossen seit 15 Jahren Die Bahnsteigzuwegung für den zukünftigen Haltepunkt Schnelsen-Süd Foto: bk

CDU will „Schnelsen-Süd“ sofort, doch AKN winkt ab

Schon seit 2003 wartet der Stadtteil auf die Bahnstation

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Ein Vorstoß der CDU-Bürgerschaftsfraktion für eine AKN- Bahnstation Schnelsen-Süd ist gescheitert. SPD und Grüne stimmten dagegen.

 

Die Station Schnelsen-Süd soll Teil einer S-Bahnlinie nach Kaltenkirchen werden, und für Hamburg und Schleswig-Holstein laufen Planfeststellungsverfahren. Durch Anfragen der CDU war bekannt geworden, dass ein Ende dieser Verfahren noch nicht in greifbarer Nähe ist. Deshalb verlangten die Christdemokraten, der Senat sollte prüfen, ob der Haltepunkt bereits vor 2021 fertiggestellt und vorläufig von der AKN bedient werden kann.

CDU-Bürgerschaftsmitglied Carsten Ovens: „SPD und Grüne haben hier ohne Not gegen die Prüfung eines Projekts gestimmt, durch welches der südliche Teil von Schnelsen erheblich profitiert hätte. Nun muss der Stadtteil weiter auf die S-Bahn warten, die vermutlich erst mit mehrjähriger Verspätung rollen wird.“

Die AKN Eisenbahn selber sieht sich allerdings gar nicht in der Lage, Schnelsen-Süd zu bedienen. Pressesprecherin Christiane Lage-Kress erklärte dem Wochenblatt gegenüber, dass der Fahrplan mit den jetzigen Triebwagenzügen keine Luft mehr für einen weiteren Halt habe. Außerdem brauchten die AKN-Züge 76 cm Bahnsteighöhe, und nach einer Entscheidung pro S-Bahn müsse dann in Schnelsen-Süd der Bahnsteig um 20 cm erhöht werden.

Viele Bürger im Stadtteil fühlen sich von der Verkehrspolitik im Stich gelassen. Schon zu Anfang des neuen Jahrtausends waren Familien nach Schnelsen-Süd gezogen, weil ihnen Hoffnung auf eine Bahnstation für das Jahr 2003 gemacht worden war. Seitdem sind sage und schreibe 15 Jahre vergangen. bk

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