Gegen Hass und Ausgrenzung sprachen sich Marion Voigtländer und Pastor Hans Michaelis von der Kirchengemeinde Schnelsen aus

Gegen Hass und Ausgrenzung sprachen sich Marion Voigtländer und Pastor Hans Michaelis von der Kirchengemeinde Schnelsen aus

So etwas Schlimmes darf nie wieder passieren!

Schnelsener Schüler erinnern an die 20 jüdischen Kinder vom Bullenhuser Damm, die von der SS in den letzten Kriegstagen ermordet wurden

Archiv| Views: 231

Auf dem Roman-Zeller-Platz beim Bahnhof Burgwedel fand die zentrale Schnelsener Gedenkfeier für die im Jahr 1945 ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm statt.

 

Sieben vierte Schulklassen aus dem Anna-Susanna-Stieg und dem Rönnkamp hatten sich hierfür im Unterricht mit dem Schicksal der 20 jüdischen Kinder befasst – diese waren nach grausamen Experimenten in der Nacht zum 21. April 1945 von der SS in Rothenburgsort ermordet worden, und heute tragen viele Straßen und Institutionen in Schnelsen ihre Namen.

An das Schicksal von Mania Altmann erinnerte die 4a vom Rönnkamp, und die Kinder trugen dabei auch Zukunftswünsche vor, unter anderem, „dass so etwas Schlimmes nie wieder passiert.“ Beim Mahnmal auf dem Roman-Zeller-Platz wurde eine Klagemauer errichtet, an der alle Schüler ihre Gedenkarbeiten anbrachten, Steine mit den Namen der Ermordeten und Blumengrüße niederlegten.

Auf dem Roman-Zeller- Platz fand die Gedenkfeier mit sieben Schulklassen aus den Schulen Anna-Susanna-Stieg und Rönnkamp statt

Auf dem Roman-Zeller- Platz fand die Gedenkfeier mit sieben Schulklassen aus den Schulen Anna-Susanna-Stieg und Rönnkamp statt

Für die gemeinsam mit den Schulen ausrichtende Kirchengemeinde Schnelsen hielt Gemeindepädagogin Marion Voigtländer eine kurze Ansprache und unterstrich dabei, wie wichtig die Erinnerung daran sei, „was im schlimmsten Fall durch Ausgrenzung und Hass passieren kann.“ Sie sprach auch den aktuellen Skandal um den Echo-Musikpreis an: „Ich finde das überhaupt nicht cool.“

Mit dabei waren auch in diesem Jahr Angehörige der Ermordeten, unter anderem Grete Hamburg, die Schwester von Walter Jungleib, nach dem eine Schnelsener Straße benannt wurde. Pastor Hans Michaelis bedankte sich bei den Kindern für ihre anrührenden Worte und betonte, man solle sich „immer dagegenstellen, wenn Unrecht geschieht.“ bk

Comments are closed.