Kein Mini-Kreisel Der Regionalausschuss Lokstedt hat jetzt die Wahl zwischen einem kleinen Kreisverkehr und der bestehenden Rechts-vor-Links- Variante Foto: ngo

Kein Mini-Kreisel Der Regionalausschuss Lokstedt hat jetzt die Wahl zwischen einem kleinen Kreisverkehr und der bestehenden Rechts-vor-Links- Variante Foto: ngo

Mini-Kreisel abgelehnt

Noch immer keine endgültige Lösung für die Kreuzung im Grandweg

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Das Dauerthema Kreisverkehr an der Kreuzung Stresemannallee und Grandweg in Lokstedt ist immer noch nicht vom Tisch.

 

Der umstrittene Kreisverkehr Stresemannallee/Grandweg ist wieder im Regionalausschuss Lokstedt gelandet. Grund: Die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) hat den Mini-Kreisverkehr, den Grüne und SPD für die Kreuzung favorisieren, abgelehnt und die Baugelder in Höhe von 200 000 Euro verweigert. Grund:  Die Ziele Verkehrssicherheit, Lärmschutz und Temporeduzierung könnten mit dieser Variante nicht ausreichend realisiert werden.

Stattdessen sprechen sich das Bezirksamt und die BWVI für den ursprünglich geplanten „Kleinen Kreisverkehr“ aus, der im Zuge der Veloroutenplanung die bisherige Rechts-vor-Links-Regelung ersetzen soll.

„Der ,Kleine Kreisverkehr’ erfüllt die Ziele zur Förderung des Radverkehrs und Verkehrsberuhigung im Grandweg. Für den Bereich erweist sich ein Kreisel mit nicht überfahrbarer Mittel- insel als verkehrstechnisch am sichersten, da dadurch die Geschwindigkeit reduziert wird und ein sogenannter ,Durchschusseffekt – das schnelle Durchfahren der Straße – verhindert werden kann. Im Grandweg findet erheblicher Ausweichverkehr zum Lokstedter Steindamm statt, der durch geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen verringert werden soll. Zudem ist der Knoten Teil eines Schulweges für viele Kinder,“ lautet die Begründung vom Bezirksamt.

Während die Entscheidung bei den Grünen auf Widerstand stößt, ist  die CDU zufrieden. „Die Ablehnung kommt für uns nicht überraschend und war absehbar,“ sagt Rüdiger Kuhn, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wir sind klar für die ,Rechts-vor-Links’-Variante, weil Geld dort eingesetzt werden sollte, wo Kreisverkehr wirklich sinnvoll ist.“

Nicht überzeugend

Lisa Kern, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hält dagegen: „Die Argumente gegen den Mini-Kreisverkehr überzeugen uns nicht, besonders weil diese Variante an vielen, auch deutlich stärker befahrenen Kreuzungen gut funktioniert, etwa im Grindelhof, in der Osterstraße oder im Heußweg. Wir wollen nach wie vor eine Lösung, die stadtteilverträglich ist und sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Baumschutz im Auge hat.“

Genau hier liegt der Streitpunkt: Wie mehrfach berichtet, wollen die Grünen möglichst viele Bäume dort erhalten.

Laut dem Fachamt Management des öffentliches Raumes (MR) in Eimsbüttel müssten bei der ursprünglichen Variante „Kleiner Kreisverkehr“ (220 000 Euro) neun Bäume gefällt werden, beim „Mini-Kreisverkehr“ wären es sieben Fällungen. Die Veloroute wäre nach Angaben der Abteilung MR aber auch mit der bisherigen „Rechts-vor-Links“- Variante möglich. In diesem Fall würden die Flächen erneuert und die Kreuzung barrierefrei ausgebaut werden. Kostenpunkt: 50 000 Euro ohne Baumfällungen. Das bevorzugt die CDU.

Die SPD setzt wie der grüne Koalitionspartner auf eine Kreisverkehr-Lösung: „Wir sind weiterhin der Auffassung, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle die für alle sicherste Variante ist. Die Koalition wird nun erneut beraten und die beste mögliche Lösung finden,“ sagt Koorosh Armi, verkehrspolitischer Sprecher der Eimsbütteler SPD-Fraktion, mit Blick auf die Ausschusssitzung im Mai.    ngo

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