Wurden für ihren Einsatz ausgezeichnet Barbara Eisenblätter und Tobias Ballendat vom ASB Foto: mf

Wurden für ihren Einsatz ausgezeichnet Barbara Eisenblätter und Tobias Ballendat vom ASB Foto: mf

Eine sehr emotionale Abschiedsfeier

Die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge an der Papenreye in Niendorf schloss ihre Türen - und zwar endgültig

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„Die Papenreye hat Niendorf verändert“, resümierte Nina Schrader von der Flüchtlings-Initiative Wir für Niendorf. Zur Schließung der Unterkunft lud der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zu einer Feier in eine der ehemaligen Tennishallen.

 

Die kurzfristige Eröffnung der Erstaufnahmestelle in den Tennishallen in der Papenreye verlief im Oktober 2015 dramatisch. Die Polizei brach nachts die Schlösser auf, um die Geflüchteten, die 2015 in großer Zahl nach Hamburg strömten, unterzubringen. Und der ASB sah sich spontan mit der großen Herausforderung konfrontiert, rund 800 Menschen menschenwürdig in ehemaligen Tennishallen zu betreuen. Eine Zeit, die alle Beteiligten stark prägte. Das wurde deutlich in der emotionalen Feier, zu der der ASB anlässlich der Schließung der Unterkunft am 23. März haupt- und ehrenamtliche Helfer sowie ehemalige Bewohner einlud. Letztere sind zum Teil in der benachbarten Unterkunft Schmiedekoppel sowie in Folgeunterkünften in Hamburg  untergebracht worden. Die Mietverträge für die Wohn- und Sanitärcontainer wurden laut Auskunft des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge (ZKF) gekündigt. Vereinzelte Container, die sich im Eigentum des städtischen Unternehmens fördern und wohnen befinden, werden weiterhin genutzt. „Die Schließung ist auch mit Wehmut verbunden, wir haben zusammen etwas Großartiges aufgebaut“, sagte Michael Sander, Geschäftsführer der ASB Flüchtlingshilfe.

Verwaist Die Container in der Papenreye gehen an den Vermieter zurück Foto: mf

Verwaist Die Container in der Papenreye gehen an den Vermieter zurück Foto: mf

Bedankten sich bei den Helfern Frank Zimmermann und Michael Sander vom ASB Foto: mf

Bedankten sich bei den Helfern Frank Zimmermann und Michael Sander vom ASB Foto: mf

Eine kleine Ausstellung in der Tennishalle mit Erinnerungsstücken und Feldbetten und ein eigens gedrehter Film informierten über die bewegenden zweieinhalb Jahre in der Papenreye. „Ich habe hier ganz viele Erinnerungen“, erzählte Najeem aus Afghanistan. Der 31-jährige Englisch- Lehrer war einer der ersten Bewohner der Papenreye und unterstützte vor Ort mit englischen Übersetzungen. Seit dem 1. August absolviert er eine Ausbildung als Kaufmann für Büromanagement beim ASB.  mf

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