Frühlingshaft sieht anders aus Entlang der Tarpenbek wurden viele Bäume und Sträucher auf Stock gesetzt Foto: kh

Frühlingshaft sieht anders aus Entlang der Tarpenbek wurden viele Bäume und Sträucher auf Stock gesetzt Foto: kh

Radikaler Frühlingsschnitt für den Flugverkehr

Das Ziel: „Hindernisfreiheit“ gewährleisten

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Die radikale Beschneidung von Bäumen und Gehölzen entlang der Tarpenbek hat einen Grund: Im Rahmen gesetzlicher Auflagen ist der Hamburger Flughafen dazu veranlasst, für Hindernisfreiheit zu sorgen.

 

Wer in den vergangenen Wochen in Niendorf auf den Wegen seitlich der Flugbahnen unterwegs war, dem ist mit großer Wahrscheinlichkeit der grüne „Kahlschlag“ aufgefallen. „Es ist nahezu die gesamte Böschung entlang der Tarpenbek verschwunden“, machte ein verwunderter Leser das Niendorfer Wochenblatt aufmerksam.

Verantwortlich für den Radikalschnitt ist der Flughafen Hamburg: „Rund um die Start- und Landebahnen sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, die Bäume auf einer bestimmten Kürze zu halten“, so Katja Bromm, Pressesprecherin Hamburg Airport. Festgehalten ist diese Auflage in den „Richtlinien über die Hindernisfreiheit für Start- und Landebahnen mit Instrumentenflugbetrieb“ vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Darin heißt es, dass der Bereich bis circa 225 Meter seitlich der Start- und Landebahnmittellinie möglichst von aufragenden Hindernissen freigehalten werden muss. Diese Maßnahmen erfolgen regelmäßig und in Abstimmung mit dem Bezirksamt. „Zum einen wurde in den Anflugsektoren die Wuchshöhe von Gehölzen begrenzt, zum anderen sind die Gehölze entlang der Tarpenbek auf den Stock gesetzt worden“, erläutert Kay Becker, Pressesprecher Bezirksamt Eimsbüttel: „Die Rückschnitte erfolgen abschnittsweise, so dass immer ein ausreichender Bestand an gewässerbegleitenden Gehölzen erhalten bleibt.“kh

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