Verkehrssicherheit Auch im Quedlinburger Weg in Niendorf mit Tempo 50 liegen Kita-Einrichtungen direkt an der Straße Foto: ngo

Verkehrssicherheit Auch im Quedlinburger Weg in Niendorf mit Tempo 50 liegen Kita-Einrichtungen direkt an der Straße Foto: ngo

Mehr Tempo 30 vor Kitas und Schulen

Stadt Hamburg prüft Geschwindigkeitsbegrenzungen auch in Eimsbüttel

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Nach den Plänen der Innenbehörde sollen vor den meisten Hamburger Schulen, Kitas, Seniorenheimen und Krankenhäusern bis 2020 Tempo 30 gelten.

 

Die Ausweitung des Tempolimits auf Hauptstraßen ist seit Anfang des Jahres ein Thema in Hamburg. Wie berichtet wurde von der Umweltbehörde im Januar als Lärmschutzmaßnahme auch in der Vogt-Wells-Straße in Lokstedt ein nächtliches Tempolimit eingeführt. Die Innenbehörde weitet diese Pläne aus und will vor rund 160 weiteren Schulen, Kitas, Pflegeheimen und Kliniken Tempo 30 abschnittsweise einführen. Zwar gelte bereits vor 70 Prozent aller Einrichtungen dieser Art ein Tempolimit, die Innenbehörde hat aber 160 weitere Strecken im Blick. Als Beispiel für den Bezirk Eimsbüttel nennt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde, die Kinderkrippe 100 Blumen im Eppendorfer Weg. Doch auch in den Stadtteilen Niendorf, Lokstedt und Schnelsen gibt es Handlungsbedarf. So gilt etwa vor Kita-Einrichtungen im Quedlinburger Weg (Niendorf), in der Frohmestraße (Schnelsen) und in der Vogt-Wells-Straße Tempo 50.

„Die Tempo-30-Abschnitte sollen in den kommenden zwei Jahren hamburgweit ausgebaut werden,“ sagt Reschreiter auf Wochenblatt-Nachfrage. Ziel sei es, dass bis 2020 vor gut 80 Prozent aller Schulen, Kitas und anderer sozialer Einrichtungen Tempo 30 gilt. Vor der Umsetzung müssen in den kommenden Monaten alle potenziellen Einrichtungen und Straßen im Einzelfall vor Ort geprüft werden. Besonders Kitas, Schulen und Krankenhäuser, die einen direkten Zugang zur Straße haben oder in deren unmittelbarer Nähe starker Verkehr herrsche, sollen geprüft werden. Dabei soll sich die Geschwindigkeitsbegrenzung vor Ort auf eine Länge von 300 Metern beschränken. Allerdings: „Nicht immer ist eine Tempo-30-Zone möglich oder sinnvoll“, erklärt Reschreiter. So kommen etwa mehrspurige Straßen oder Straßen mit stark genutztem Buslinienverkehr nicht infrage. Ziel sei es auf der einen Seite die Verkehrssicherheit vor diesen Einrichtungen zu erhöhen, auf der anderen Seite soll der Verkehrsfluss nicht ausgebremst werden, so der Sprecher der Innenbehörde. ngo

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