Zentrumsentwicklung Die Frohmestraße in Schnelsen soll attraktiver gestaltet werden Foto: ngo

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Frohmestraße: Was gibt es Neues?

Schnelsens Zentrumsentwicklung Thema im Regionalausschuss

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Im November hatte der Lokstedter Regionalausschuss das Bezirksamt Eimsbüttel aufgefordert, die Lage in der Frohmestraße zu prüfen und geeignete Maßnahmen für eine positive Entwicklung der Schnelsener Einkaufsstraße zu erarbeiten. Jetzt gab es eine erste Zwischenmeldung.

 

Mit dem parteiübergreifenden Antrag erhöhten CDU, SPD und Grüne vor einem halben Jahr den Handlungsdruck auf den Bezirk Eimsbüttel (das Wochenblatt berichtete). Die Fraktionen forderten die Verwaltung auf, eine aktuelle Bestandsaufnahme des Einzelhandels, der Leerstände, der Verkehrslage, Tiefgaragen- Bau und die Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Arbeiten zu erarbeiten. Darauf aufbauend sollte der Bezirk unter Einbeziehung von Einzelhandel und Anwohnern Handlungsperspektiven und Konzepte erarbeiten, damit sich das Schnelsener Zentrum ähnlich wie die Osterstraße positiv weiter entwickelt, so die Forderung der Fraktionen.

Dr. Michael Freitag, Regionalbeauftragter des Bezirksamtes, teilte in der April-Sitzung mit, dass für die Zentrumsentwicklung der Frohmestraße das Zukunfts-Leitbild „Eimsbüttel 2040“ und das „Nahversorgungskonzept“ den Rahmen bilden werden. Das Bezirksamt überarbeite derzeit das „bezirkliche Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept“. Dazu gehört etwa die Analyse des Einzelhandels, Nachfrage und Kaufkraft vor Ort. Die Ergebnisse sollen anschließend in Handlungsempfehlungen für das Schnelsen- Zentrum einfließen. Freitag bat, die Ergebnisse abzuwarten.

Bereits in Arbeit

Auf konkreter Planungsebene befinde sich aber schon der Bebauungsplan Schnelsen 95, so Freitag. Dieser soll im Bereich Frohmestraße und Wählingsallee das Wohnbaupotenzial ausschöpfen. Die Öffentlichkeit werde frühzeitig darüber informiert und beteiligt.

Der Zwischenstandsbericht der Verwaltung wurde von einigen Kommunalpolitikern mit Blick auf den ursprünglich vorgegebenen Zeitplan und die bislang vorgestellten Konzepte scharf kritisiert. „Bereits im November haben wir einen interfraktionellen Antrag verabschiedet und die Verwaltung damit beauftragt, alles für eine gemeinsame Entwicklung des Schnelsener Stadtteilzentrums mit den Vereinen und Verbänden vorzubereiten. Doch außer einem Bebauungsplan, der sich vor allem mit Wohnraum – aber nicht etwa mit dem Gewerbe – beschäftigt, hat die Verwaltung nichts geliefert. Dass hier mal eben so beiläufig Fakten geschaffen werden, lassen wir nicht durchgehen,“ sagte Silke Seif (CDU).

Der Eimsbütteler Regionalbeauftragte Freitag versprach, dass sich in Kürze Vertreter vom zuständigen Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung mit der Interessensgemeinschaft „Herz von Schnelsen“ treffen werden, um die Anliegen und Ideen der Einzelhändler vor Ort in die Planungen miteinzubeziehen. ngo

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