Helles Gelb und Weiß dominieren jetzt die U-Bahnstation Joachim-Mähl-Straße Foto: bk

Helles Gelb und Weiß dominieren jetzt die U-Bahnstation Joachim-Mähl-Straße Foto: bk

Hell und modern oder steril und hässlich?

Die Neugestaltung der Haltestelle gefällt nicht allen in Niendorf

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Die Arbeiten an der U-Bahnstation Joachim-Mähl-Straße kommen gut voran. Die neuen Wandfliesen stoßen bei den Fahrgästen aber nicht nur auf Zustimmung.

 

Bis zu „wie OP-Saal im Krankenhaus“ und „Schwimmbad- design“ reicht die Kritik. Deshalb hat das Wochenblatt die Hamburger Hochbahn um eine Stellungnahme gebeten. Pressesprecher Christoph Kreienbaum teilte mit, dass man bewusst eine hellere Gestaltung gewählt habe, damit die Halle weiter und höher wirkt. Die alte kräftige und teils eher dunkle Farbgebung habe die Station niedriger und enger wirken lassen.

Von den alten Fliesen hatten sich etliche Exemplare gelöst und waren teilweise auch auf die Gleise gefallen. Die Farbgebung in Hellblau / Hellgrün / Gelb /Braun erinnerte an die dörfliche Vergangenheit Niendorfs und ließ Assoziationen zu Landschaftsbildern aufkommen. Die Wandfliesen sind allerdings mittlerweile nicht mehr lieferbar, und eine Nachproduktion wäre extrem teuer geworden.

Christoph Kreienbaum: „Die gewählten Fliesen können auch für Schwimmbäder eingesetzt werden, was enorme Vorteile hinsichtlich Haltbarkeit und Pflege sowie Reinigung bietet.“ Die Hochbahn sei davon überzeugt, dass die Fahrgäste – nach einer kurzen Eingewöhnungszeit – die Gestaltung positiv bewerten werden. Damit sich das Malheur mit einem Absturz auf die Gleise nicht wiederholt, wird die Fläche darüber nicht wieder gefliest. bk

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